Gesunde Ernährung

Atkins-Diät

Klingt eigentlich nicht wie eine Diät, sondern wie ein Traum: Essen, so viel man will, wann immer man will, und was man will. Vor allem Fettiges, also leckeres Essen, Fleisch, Fisch und Eier. All das ist erlaubt bei der Atkins Diät. So lange man auf Kohlenhydrate verzichtet – also auf Reis, Kartoffeln und Brot. Einfach alle Beilagen weg lassen und nur noch essen, was einem wirklich schmeckt? Das soll funktionieren und auch noch das Fett schmelzen lassen?

Der Erfinder der Atkins Diät, Dr. Robert Atkins (1930-2003), war überzeugt davon. Seine Kritiker sagen, der amerikanische Arzt und Ernährungswissenschaftler sei für viele Krankheiten verantwortlich und schließlich selbst an Fettleibigkeit gestorben. Doch wie seine Ergebnisse mit der Atkins Diät ist auch seine angebliche Fettleibigkeit umstritten, und so kaufen auch heute noch viele Menschen sein Buch, das er 1972 als Diät-Revolution in den USA anbot und das sich millionenfach verkaufte.

In den letzten Jahren hat der Atkins-Trend nachgelassen. Bis dahin hat er an 35 Büchern mitgeschrieben und dafür gesorgt, dass es in den USA unter anderem Burger zu kaufen gab, deren Frikadellen zwischen Salatblättern steckten – ohne Brot. Denn Brot ist für Atkins der Feind der gesunden Ernährung und – statt Fleisch – der wahre Grund für Fettleibigkeit.

Fleisch, Fisch und Eier gehören bei der Atkins-Diät zum täglichen Speiseplan, verboten sind Brot und Kuchen. Durch diese Ernährungsumstellung stellt der Körper seinen Stoffwechsel um. Der Körper speichert das Fett nicht mehr, sondern verbrennt es. Obst, Salat und Gemüse sind wegen ihrer Kohlenhydrate auch nur in Maßen erlaubt – vor allem dies brachte der Atkins-Diät viele Gegner ein. Das nötige Maß an Vitaminen soll durch Ersatzpräparate eingenommen werden.

Der Erfolg hinsichtlich der Gewichtsreduktion ist indes bei der Atkins-Diät unbestritten: Die meisten der Teilnehmer der Atkins-Diät verloren erstaunlich schnell ziemlich viel Fett, vor allem im Vergleich mit den Teilnehmern herkömmlicher Diäten. Außerdem aßen sie sich dabei satt.

Weitere Verfechter der fettreichen und kohlenhydratarmen Ernährung verweisen auf Erfolge in der Behandlung von chronisch Kranken mit der Atkins Diät. Dahinter steckt die Theorie, dass die Gene der Menschen, die sich Millionen Jahre lang nahezu ausschließlich vom Fleisch erlegter Tiere ernährt haben, noch nicht an das Agrarzeitalter angepasst haben, das Getreide und Milchprodukte mit sich bringt und viele Menschen deshalb mit diesen neueren Lebensmitteln nicht klar kommen.

Umstritten ist die Atkins-Diät bei allen Erfolgen in der Gewichtsreduktion weiterhin, weshalb man seinen Arzt befragen sollte, bevor man sie ausprobiert.