Gesunde Ernährung

Low-Fat

Low Fat heißt übersetzt ganz einfach weniger Fett. Der Fettanteil in der Nahrung soll bei dieser Diät also reduziert werden. Ausgehend von der Annahme, dass Fett mehr Kalorien liefert als jeder andere Nährstoff, soll mit der Reduzierung des Fettes, also mit der Low Fat Diät, die Kalorienzufuhr reguliert werden. Ausgehend von der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, dass weniger Fett ein Mehr an Wohlbefinden bedeutet, richtet die Low Fat Diät ihr Augenmerk auf alles, was außerhalb von Fett liegt: Fleisch und Fisch mit geringem Fettanteil, Kohlenhydrate, magere Milchprodukte, viel Obst, Gemüse und Salat.

Damit ist es relativ einfach, der Low Fat Diät zu folgen. Man benötigt keine komplette Nahrungsumstellung, lässt nicht ein Nahrungsmittel oder mehrere Produkte einer Nahrungsmittelkette komplett weg, sondern darf alles essen, rund um die Uhr – so lange es wenig Fett hat.

Der Gedanke, der dahinter steckt ist, folgender: Unsere Nahrung besteht heutzutage aus 50 bis 60 Prozent Fett. Fett ist der Haupt-Energielieferant. Bei einer derart hohen Zufuhr an Energie müssten wir uns eigentlich rund um die Uhr auspowern, vor allem körperlich. Genau das tun wir aber nicht. Sondern wir fahren mit dem Auto zum Büro, möglicherweise sogar zum Fitnessstudio, lassen uns danach auf die Couch fallen und knabbern zur Entspannung eine Tüte Kartoffelchips. Das kann nicht gut gehen. Viel zu viel Fett wird in unseren Körpern gespeichert. Und das sorgt nicht nur für unschöne Dellen bei den Frauen (die viel gefürchtete Cellulite) und viel zu viele Kilos, sondern auch für Krankheiten wegen Überfettung.

Hier setzt die Low Fat Diät an. Sie will auf die Fettbremse drücken und gibt vor, nur noch 30 Prozent Fett oder sogar noch weniger über die Nahrung aufzunehmen. Dazu muss man natürlich wissen, welche Nahrungsmittel besonders viel und welche weniger Fett haben. Eine Auseinandersetzung mit der Ernährung setzt an – damit, was wir täglich unserem Körper zuführen. Allein schon das kann dazu führen, dass man sich bewusster mit seinem Körper, seinem Umfeld und seinen oft eingefahrenen und unbewussten Ernährungsgewohnheiten auseinandersetzt.

Rund 60 bis 70 Gramm Fett sollte man pro Tag zu sich nehmen, mehr nicht. Da bleibt vom Schweinebraten nicht viel übrig – wohl aber ganz viel gesundes Gemüse, frisches Obst, Vollkornprodukte und alles, was sonst noch gesund ist.

Je nachdem, wie die Low Fat Diät konzipiert ist, darf man entweder nur Lebensmittel zu sich nehmen, die einen Fettgehalt von höchstens 30 Prozent haben – oder man berechnet während der Low Fat Diät die Fettkalorien aller Lebensmittel und überschreitet nicht mehr als 30 Prozent der Kalorienmenge am Tag.

Ausprobieren der Low Fat Variante lohnt sich in jedem Fall – wer mit Fett zu kämpfen hat, sollte es genau ins Visier nehmen. Wichtig ist aber, dass man sich während der Low Fat Diät ansonsten ausgewogen ernährt und viel bewegt.