Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung

Jedes Lebewesen benötigt Energie zur Aufrechterhaltung der Funktionen seines Körpers bzw. seiner Zellen. Diese Energie wird aus der Ernährung gezogen. In Bezug auf den Menschen hat Ernährung aber auch eine große kulturelle Bedeutung. Essgewohnheiten sind von Kind auf erlernt und antrainiert und schon während der Schwangerschaft schmeckt das ungeborene Kind im Fruchtwasser die Aromen der Lebensmittel und Gewürze, die die Mutter zu sich genommen hat. Was und wie wir essen wird also von der Umgebung und den Umständen in denen wir leben beeinflusst, ist geprägt von der Kultur und der Religion unter der man aufwächst wird und hat Einfluss auf unser soziales Verhalten und unsere Psyche.

Die Aufnahme hochwertiger Lebensmittel in der richtigen Menge ist eine wichtige Voraussetzung für ein gesundes Leben. Schädliche, minderwertige Nahrungsmittel, zu viel oder zu wenig Essen oder schädliches Essverhalten können die Gesundheit nachhaltig schädigen. Viele gesundheitliche Probleme in der Bevölkerung sind Folge falscher Ernährung. Dies kann man sowohl in den westlichen Industrienationen beobachten, die geprägt sind von Nahrungsüberfluss, als auch in Kriegs- oder Dürregebieten, in denen häufig Hunger gelitten wird. Meistens zeigen sich die gesundheitlichen Konsequenzen einer falschen Ernährung aber erst viele Jahre später.

Die Zahl der Ernährungslehren und -theorien ist inzwischen unüberschaubar geworden, ob Roh, Vollwert- oder Trennkost, Makrobiotik oder Vegetarismus. Eine sinnvolle Anleitung zur gesunden Ernährung bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Ihre Ernährungsregeln finden auch international Beachtung, zu der beispielsweise die Regel 5 am Tag gehört. Mit dieser Kampagne, die die amerikanische Initiative des Nationalen Krebsforschungsinstituts 5 a day – for Better Health zum Vorbild hat, zielte man ursprünglich auf die Steigerung des Verzehrs von Obst und Gemüse, um das Risiko einer Krebserkrankung zu senken. Inzwischen ist 5 am Tag aber zum Synonym für einen bewussten Umgang mit Ernährung geworden.

Die Regeln der DGE sind allerdings keine Richtschnur für die korrekte Zusammenstellung von Nahrungsmitteln, sondern vermitteln ein Gesamtkonzept, in dem alle Aspekte des Essens, wie Genuss, Esskultur oder Sozialverhalten, einbezogen werden. Sich zum Essen Zeit zu nehmen und sich täglich eine halbe bis eine Stunde zu bewegen gehören deshalb genauso zu einer gesunden Ernährung, wie die Empfehlung, wenig Fett und Zucker zu essen, dafür reichlich Getreide und Kartoffeln. Und auch die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit darf nicht außer Acht gelassen werden – die richtige Flüssigkeit, versteht sich. Wasser, Schorle, Kräuter- und Früchtetees in Mengen, Kaffee, schwarzer Tee, süße Limos und alkoholhaltige Getränke in Maßen.

Falsche Essgewohnheiten sind nicht von heute auf morgen zu ändern. Wer sich nicht nur gesund ernähren möchte, sondern dabei auch noch Gewicht verlieren will, muss sich auf eine anstrengende Zeit gefasst machen und sollte nachsichtig mit sich umgehen. Gerade bei einer Diät sollte man darauf achten, sich nichts zu verbieten und sich hin und wieder eine leckere Kleinigkeit gönnen, auch wenn es reich an Kalorien und Fett ist. Dabei liegt die Betonung natürlich auf hin und wieder und Kleinigkeit.

Im Folgenden werden nun einige hier schon angesprochene und weitere wichtige Aspekte und Fragen einer gesunden Ernährung vorgestellt. Darunter fallen auch Themen wie Essstörungen, Diäten oder die richtige Ernährung für Fitnessbegeisterte und Sportler.