Gesunde Ernährung

Fatburner

Eine Zeit lang schon im Trend, doch mittlerweile von vielen Seiten sehr kritisch betrachtet, ist das Konzept der Fatburner Diät. Der Begriff Fatburner, zu Deutsch Fettverbrenner, wird vor allem für Substanzen verwendet, die die körpereigene Fettverbrennung fördern sollen. Dabei wird oft damit geworben, dass beim Fatburner-Konzept keinerlei Ernährungsumstellung nötig sei. Es könne geschlemmt werden und auch Sport sei nicht notwendig, so lange die Fatburner-Substanzen dem Körper zugeführt werden.

Die am häufigsten genannten Fatburner sind Magnesium, Linolsäure, Vitamin C, Enzyme, L-Carnitin, Hormone und anregende Getränke wie Kaffee (Koffein) oder Grüner Tee. Sie alle werden in Form von Nahrung, aber auch Tabletten, Pulvern oder Flüssigkeit als Nahrungsergänzung dem Körper zugeführt. Dabei sollen sie vor allem folgende Resultate herbeiführen: Die Fettverbrennung des Körpers soll gesteigert werden, indem die Fatburner den Stoffwechsel anregen, die Körpertemperatur ansteigen lassen und das Fett so schneller verarbeiten und wieder ausscheiden. Die genannten Fatburner gelten als schlank machende Wundermittel, mit denen man schnell und einfach an Gewicht verlieren kann.

Das Problem hierbei ist, dass die Wirkung der meisten Fatburner medizinisch nicht bewiesen werden kann, bzw. sogar in manchen Fällen ganz einfach zu widerlegen ist. Viele haben auch entschieden gesundheitsschädigende Wirkung, weshalb sie kategorisch abzulehnen sind.

Die viel zitierten Enzyme aus Papaya, Kiwi und Ananas sollen Fettzellen schnell und wirksam entleeren. Dies klingt einleuchtend, ist jedoch in Wirklichkeit blanker Unsinn. Denn Enzyme aus Lebensmitteln werden schon zu Beginn des Verdauungsprozesses von der Magensäure im Magen zersetzt, sie können also im Körper gar nicht als Fatburner wirken.

Auch Hormone wie Wachstums- oder Schilddrüsenhormone werden oft als Fatburner in Form von Tabletten angeboten. Abgesehen davon, dass die Einnahme von Hormonen grundsätzlich ein großer Eingriff in das Gesundheitssystem des Menschen ist, kann die Einnahme von Schilddrüsenhormonen sogar eine künstliche Schilddrüsenüberfunktion erzeugen. Herzrasen und Zittern sind die Folge.

Auch Koffein und Guarana gelten als besonders wirksame Fatburner. Hier liegt das Problem ebenfalls darin, dass sie erst in großen Mengen den Körper zu erhöhter Energieverbrennung anregen können. Werden solche Mengen dem Körper zugeführt, reagiert dieser mit erhöhter Nervosität, Aufgekratztsein und Hyperaktivität, ähnlich wie bei einem Aufputschmittel.

Eine dauerhafte und gesunde Gewichtsabnahme scheint nur durch die Zufuhr von Fatburnern aus medizinischer Sicht weder möglich noch ratsam. Wer auf sinnvolle Weise seine überflüssigen Pfunde loswerden möchte, sollte sein Ess- und Trinkverhalten gründlich überdenken und zu einer vollwertigen und gesunden Ernährungsweise übergehen. Übergewicht entsteht, wenn es nicht die Folge einer Krankheit oder von Medikamenten ist, durch ein ständiges Zuviel an Nahrung. Was der Körper gerade nicht benötigt, wird als Fettreserve für schlechtere Zeiten gebunkert. Dagegen hilft nur, von nun an mehr als nötig zu verbrauchen, was durch ausreichend Bewegung und Sport in Kombination mit einer gesunden Ernährung auch gelingt, und zwar langfristig.