Gesunde Ernährung
Functional Food
Unter Functional Food versteht man Nahrungsmittel, die durch Zugabe bestimmter Nährstoffe und Zutaten eine gesundheitsfördernde Funktion erhalten. Dabei soll das Risiko an bestimmten Krankheiten zu erkranken verringert werden und die Erhaltung eines adäquaten Körpergewichts unterstützt werden.
Seit der Idee, Lebensmittel mit einem Zusatznutzen auszustatten, kommen immer mehr neue Lebensmittel auf den Markt, die gesundheitliche Vorteile erbringen sollen. Bereits Lebensmittel die mit beispielsweise Vitaminen angereichert sind, gelten als Functional Food.
Die Bekanntesten Functional Food-Artikel sind probiotische Joghurts mit lebenden Mikroorganismen zur Stärkung der Abwährkräfte oder Margarine, die durch bestimmte Fettsäuren den Cholesterinspiegel senken soll. Studien haben dabei erwiesen, dass der regelmäßige Verzehr von Margarine mit Phytosterol-Estern in der Tat eine Senkung des Cholesterinspiegels bewirken kann. Weitere positive Wirkungen der Zusatzstoffe von Functional Food sind jedoch oft nur in der Theorie vorhanden und noch nicht durch Tests erwiesen.
In Japan existiert bereits eine grundlegende Definition für Functional Food und nur Produkte, die dieser rechtlichen Definition entsprechen, dürfen als Functional Food gekennzeichnet werden.
Nach dieser Definition dürfen nur Nahrungsmittel (keine Kapseln, Tabletten oder Puder) als Functional Food ausgezeichnet werden, die auf Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs basieren. Sie können und sollten als Teil der täglichen Nahrungszufuhr aufgenommen werden und haben folgende definierte Funktion für den Organismus:
Verbesserung der Immunabwehrfunktionen
Vorbeugung spezifischer Krankheiten
Unterstützung bei der Genesung bestimmter Krankheiten
Kontrolle von physischen und psychischen Beschwerden
Verlangsamung des Alterungsprozesses.
In Deutschland sehen sich solche Lebensmittel dem Problem ausgesetzt, dass Lebensmittel, die gesundheitliche Wirkungen propagieren, bereits als Arzneimittel gelten und somit auf Nebenwirkungen getestet werden müssen. Die Kosten hierfür wären jedoch immens. Aus diesem Grund stellt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten folgende Kriterien auf, die von Functional Food erfüllt werden sollen:
Bei funktionellen Lebensmitteln sollte es sich ausschließlich um übliche Lebensmittel als Bestandteil der täglichen Mahlzeiten handeln, nicht z.B. um Nahrungsergänzungsmittel.
Funktionelle Lebensmittel sollten eine Modifikation gegenüber einem herkömmlichen Lebensmittel aufweisen, die auch im Endprodukt identifizierbar ist.
Die Modifikation muss einen für den Verbraucher konkreten nachweislichen Nutzen über die übliche (basale) Nährstoffversorgung hinaus bieten.
Diese Anforderungen ermöglichen eine Abgrenzung des Functional Food von normalen Lebensmitteln und schließen die rechtliche Lücke zwischen Produkten mit Zusatznutzen und Medikamenten.
Ob Functional Food nun wirklich den Ansprüchen gerecht wird, die an es gestellt werden, also ob es die Gesundheit und das Wohlbefinden in spürbarem Ausmaß steigert, ist noch nicht abzusehen. Klar ist jedoch, dass Functional Food einen immer größer werdenden Markt findet, dass viele Menschen derartige Produkte kaufen und dass in Zukunft noch mehr Entwicklungen der Lebensmittelindustrie in Richtung Functional Food gehen werden.
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