Gesunde Ernährung
Jojo-Effekt
Der Jojo-Effekt bezeichnet ein Phänomen, bei welchem eine unerwünschte, schnelle Gewichtszunahme im Anschluss an eine Diät auftritt. Der Name Jojo-Effekt rührt von dem kleinen Sportgerät Jojo her, das sich ständig auf und ab bewegt. In der gleichen Weise stellt sich die Situation beim Körpergewicht dar: Das Gewicht sinkt zunächst im Laufe der Diät, steigt danach aber wieder an und geht erst mit der nächsten Diät wieder nach unten. Oft ist das Gewicht nach einer Diät sogar höher als das Startgewicht vor der Diät.
Die Frage, woher der Jojo-Effekt überhaupt kommt, wird oft gestellt. Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach: Bei einer Diät ist der Körper stark mit Kalorien unterversorgt. Dadurch wird diese niedrige Kalorienversorgung angenommen und der Körper stellt sich darauf ein. Hinzu kommt, dass nicht nur Fett, sondern auch Muskelgewebe während einer Diät abgebaut wird. Das Muskelgewebe hat aber die Eigenschaft die ganze Zeit Energie zu verbrauchen und deshalb sinkt beim Muskelabbau auch der Kalorienverbrauch des Körpers. Wird dann die Diät beendet und die ursprüngliche Form der Ernährung wieder aufgenommen, kommt es dazu, dass das Gewicht wieder steigt. Das hängt damit zusammen, dass der Körper eine Diät als Mangelzustand erkennt, dann auf Sparflamme schaltet, jedoch bei der nächsten Gelegenheit (am Ende der Diät) verstärkt anfängt Energie in Fettzellen zu speichern, um für den nächsten Mangel gerüstet zu sein. Das kann dann der Grund sein, warum dass das Endgewicht sogar über dem Ausgangsgewicht liegt. Der Hauptgrund des Jojo-Effekts liegt jedoch in einer Rückkehr zu altem Essverhalten. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn die Diätzeit als Zeit gesehen wird, bei der man sich vor allem nach dem Ende sehnt. In dieser Situation hat man nach der Diät verstärkt das Bedürfnis, alles was man jetzt solange nicht essen konnte, nachzuholen. Dadurch gönnt man sich das ein oder andere und legt schnell wieder Gewicht zu.
Um den Jojo-Effekt zu vermeiden, sollte man darauf achten keine zu radikalen Diäten zu machen. Auf diese Weise stellt der Körper gar nicht auf einen Mangelzustand um und hat im Anschluss auch nicht das Bedürfnis extrem viel Energie zu speichern. Aus diesem Grund ist es sinnvoll die eigenen Essgewohnheiten dauerhaft zu verändern. Zunächst kann eine Diät zur Verringerung des Gewichts durchgeführt werden, danach jedoch sollte die Kalorienzufuhr nur sehr langsam gesteigert werden, um den Jojo-Effekt zu verhindern. Eine solche Steigerung der Kalorienzufuhr erreicht man am besten durch eine Steigerung des Bedarfs an Kalorien. Der Bedarf wird durch körperliche Aktivitäten und vor allem Sport erhöht.
Es zeigt sich, dass der Jojo-Effekt nicht zwangsläufig nach einer Diät auftreten muss. Jeder hat sein Risiko für den Jojo-Effekt selber in der Hand. Hält man sich an eine langfristige Ernährungsumstellung und treibt regelmäßig Sport, so kann man den Jojo-Effekt sehr gut verhindern. Zudem sollte man versuchen, ein relatives Gleichgewicht zwischen Körpergewicht und Nahrungsaufnahme zu halten und nicht jeglichen Gelüsten nachgehen.
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