Gesunde Ernährung
Kalorien
Kalorien sie sind in aller Munde, sprichwörtlich wie tatsächlich. Mittlerweile stehen ihre Werte auch auf fast allen Lebensmittelverpackungen vermerkt. Gerade die Lebensmittelwerbung der letzten Jahre hat die Kalorien zu einem der liebsten Kampfbegriffe gemacht und uns das Fürchten vor ihnen gelehrt: Kalorien. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Wort, das beinahe unausweichlich Visionen und Ängste der Fettleibigkeit hervorruft?
Kalorien sind in erster Instanz etwas Lebensnotwendiges. Denn Kilokalorien die mit kcal abgekürzt und umgangssprachlich Kalorien genannt werden bezeichnen den Energiegehalt eines Nahrungsmittels. Dieses hat einen physikalischen Brennwert, welcher sich aus Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten ergibt. Dabei haben Eiweiße und Kohlenhydrate einen Brennwert von jeweils circa vier Kilokalorien pro Gramm, während der Brennwert von Fetten bei circa neun Kalorien pro Gramm liegt. Die Verbrennung dieser Nährstoffe setzt Energie in Form von Wärme frei. Diese wird dann gemessen in Kilokalorien.
Dabei bezeichnet eine Kilokalorie eigentlich die Energiemenge, die notwendig ist, um einen Liter Wasser von 14,5 auf 15,5 Grad zu erhitzen. Die offizielle internationale Maßeinheit ist inzwischen zwar das Joule (I kcal entspricht 4,187 Kilojoule), doch der Begriff Kalorie hält sich nach wie vor im gängigen Sprachgebrauch.
Jeder Mensch braucht einen gewissen Grundumsatz an Energie, um damit seine basalen Körperfunktionen wie Atmung und Stoffwechsel geregelt und gleichmäßig ausführen zu können. Darüber hinaus richtet sich der Bedarf an Kalorien jedoch auch nach dem individuellen Leistungsumsatz eines Menschen.
Das Entscheidende dabei ist das Verhältnis der Kalorienzufuhr zum individuellen Energieverbrauch. Jemand, der sich kaum körperlich und geistig anstrengt, verbraucht natürlich weniger Kalorien als ein Mensch, der viel Sport treibt oder ständig unter Stress und geistiger Anspannung steht. Auch die Körpergröße ist ausschlaggebend für das gesunde Maß an Kalorienzufuhr. Der Energiebedarf des Körpers richtet sich also nach dem Grundumsatz einerseits und dem Leistungsumsatz, also der körperlichen Aktivität andererseits.
Um dieses gesunde Verhältnis zwischen individueller Größe sowie Lebensstil und Kalorienzufuhr herauszufinden, kann man sich an verschiedenen Kalorien-Tabellen orientieren. Hier werden meistens Körpergröße und Gewicht sowie der relative Aktivitätsgrad einbezogen, um den täglichen Kalorienbedarf zu ermitteln.
Genauer gesagt lautet die ernährungswissenschaftliche Formel, die diesen Berechnungen zu Grunde liegt folgendermaßen:
Körpergewicht in Kilogramm x 24 Stunden x 1 kcal (bzw. 4,2 kJ).
Mit diesem berechneten Bedarfswert kann man sich Tabellen orientieren, welche den Kaloriengehalt der verschiedenen Nahrungsmittel anzeigen.
Dennoch sollte man solchen Energieformeln sowie Kalorientabellen und Angaben nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Nicht nur, dass der Kaloriengehalt bei einem Nahrungsmittel schon nach Herkunftsland, Jahreszeit und Lagerung schwankt. Jeder Organismus geht auch anders mit den zugeführten Kalorien um! Denn selbst Menschen von identischer Größe und Gewicht, die sich in gleichem Maße körperlich betätigen, können unterschiedlich viele Kalorien verbrauchen. Eine gesunde Ernährung macht sich also nicht an Kalorienangaben fest, sondern findet Ausdruck in einem guten und ausgewogenen Körpergefühl.
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