Gesunde Ernährung
Lightprodukte
Der Zusatz light (gelegentlich auch leicht) ist eine Kennzeichnung, die man häufig bei Lebens- und Genussmitteln findet. Abhängig vom jeweiligen Produkt steht die Bezeichnung light für einen reduzierten Gehalt oder den Verzicht von den als ungesund angesehenen Bestandteilen wie Zucker, Fett, Alkohol oder Nikotin.
Lightprodukte haben hierbei meist den Effekt, dass Verbraucher bei ihrem Konsum ein weniger schlechtes Gewissen haben als bei der vollwertigen Variante und deshalb meist größere Mengen des betreffenden Produkts konsumieren. Aus diesem Grund bezweifeln Ernährungswissenschaftler mittlerweile, dass fett-, bzw. zuckerreduzierte Lightprodukte gesünder sind als herkömmliche.
Auf den Körper haben Lightprodukte einen weiteren negativen Nebeneffekt: Durch den Genuss der Nahrung wird dem Organismus signalisiert, dass er es mit vollwertigen Lebensmitteln zu tun hat. Bekommt der Körper allerdings nicht die erwarteten Stoffe, also einen bestimmten Fett-, bzw. Zuckergehalt, fordert er diesen durch ein verstärktes Appetitgefühl ein. Ein Teufelskreis, da so noch mehr Lightprodukte zugeführt werden oder zusätzliche Kalorien durch den Genuss von vollwertigen Produkten eingenommen werden.
So erweisen sich Lightprodukte gerade im Rahmen der Gewichtsreduktion meist als kontraproduktiv, denn oftmals erfolgt aufgrund der Lightprodukte nicht die notwendige Ernährungsumstellung auf eine ausgewogene Mischkost. Natürlich weisen Produkte dieser Art einen geringeren Fettanteil auf, die andere Seite der Medaille ist jedoch, dass Light-Mayonnaise oder Light-Salami immer noch einen Fettgehalt haben, der für die Gewichtsreduktion zu hoch ist.
Das heißt jedoch nicht, dass von Lightprodukten generell abzuraten ist. Je nach Art des Produktes können sie sogar durchaus sinnvoll sein. Süßstoff hilft exzessiven Kaffeetrinkern dennoch auf ihre Kalorienzufuhr zu achten, zuckerfreie Kaugummis schützen ihre Nutzer vor Karies und für Menschen, die regelmäßig größere Mengen an Cola zu sich nehmen, eignet sich die Light-Variante des Getränks ebenfalls, den Konsum dieses Produktes mit einer gesunden Ernährung in Einklang zu bringen.
So können Lightprodukte im Rahmen einer Diät tatsächlich helfen, Kalorien zu sparen, Konsumenten sollten allerdings immer zusätzlich die Fett- bzw. Zuckerangaben auf der Produktverpackung beachten und langfristig daran arbeiten, ihre Ernährung umzustellen.
Mittlerweile reglementieren EU-Richtlinien die Verwendung des Begriffes light, beispielsweise bei Milchprodukten, oder verbieten den Ausdruck sogar ganz wie im Falle der Zigarettenhersteller. Der Vormarsch der Lightprodukte ist hauptsächlich auf clevere Marketingstrategien und Werbesuggestionen wie Du darfst zurückzuführen, die sich an die Bequemlichkeit und die Genussfreudigkeit der Verbraucher aber auch an ihren gleichzeitigen Wunsch nach Schlankheit, Fitness und Schönheit richten. Während in Deutschland der Marktanteil der Lightprodukte bereits rückgängig ist, erleben sie in den USA weiterhin einen Boom: Hier ist bereits jedes zweite Produkt fett- und/oder kalorienreduziert.
- Abnehmen (durch Ernährung und Sport)
- Ernährung für Sportler/Sportlerernährung
- Ernährungstipps bei Übergewicht
- Ernährungsumstellung
- Ernährunspyramide
- Essstörungen
- Fasten
- Fatburner
- Functional Food
- Gesund Zunehmen für Sportler
- Gesunde Ernährung
- Jojo-Effekt
- Kalorien
- Kalorienverbrauch
- Lightprodukte
- Rohkost
- Sportgetränke
- Trinken
- Übersäuerung
- Vegetarier/vegetarische Ernährung
- Verdauung (Magen-Darm-Trakt)
- Vollwerternährung
- Vollwertige Ernährung
