Gesunde Ernährung
Übersäuerung
Von Übersäuerung des Körpers spricht man, wenn der Säuren-Basen-Haushalt gestört ist. Dieser Säuren-Basen-Haushalt ist unter anderem für die Atmung, den Kreislauf und die Verdauung verantwortlich und die Folge eines gestörten Haushaltes können schwerwiegende und lebensbedrohliche Krankheiten wie Allergien, Diabetes, Gallensteine, Herzkrankheiten, Migräne und Muskelverhärtungen sein. Anzeichen für eine chronische Übersäuerung, Azidose genannt, sind beispielsweise Lustlosigkeit und rasches Ermüden, Appetitlosigkeit und Immunschwäche. Im alltäglichen Gebrauch nennt man diese Säuren Schlacken.
Die Organe, die dafür sorgen, dass die überschüssigen Säuren ausgeschieden werden und keine Übersäuerung entsteht, sind vor allem Leber, Lunge, Darm, Haut und Nieren. Sobald der Körper mehr Säuren aufgenommen hat, als er wieder ausscheiden kann, speichert er die überflüssigen Säuren im Bindegewebe, sowie in den Blutgefäßen, in den Knochen und Gelenken ab. Oder er entzieht Basen (z.B. Calciumphosphat) aus den Knochen, um die Säuren zu neutralisieren, wobei dann dort wiederum wichtige Basen fehlen.
Zu den Faktoren, die eine Übersäuerung begünstigen, gehören übermäßiger Genuss von säurereichen Lebensmitteln (Fleisch, Eiweiß, Süßigkeiten, Kaffee), sowie von Alkohol und Zigaretten und zu wenig Bewegung oder zuviel körperliche Anstrengung (fehlt den Muskeln Sauerstoff oder werden sie überbeansprucht, beginnen die Muskelzellen mit der Produktion von Milchsäure). Aber auch psychisch bedingte Umstände wie Angst und Stress können eine Übersäuerung fördern.
Wenn man sich vor dem Arztbesuch ein Bild über seinen Säuren-Basen-Haushalt machen möchte, kann man mit Indikatorpapier (aus der Apotheke) den PH-Wert des morgendlichen Urins messen. Liegt der Wert unter 7,0 sollte man dringend etwas gegen die Übersäuerung unternehmen.
Wenn die Übersäuerung des Blutes noch nicht chronisch ist, kann man mit einer Nahrungsumstellung und ausreichender Bewegung, sowie genügend Schlaf dem Fortlauf der Erkrankung entgegenwirken. Lebensmittel mit vielen Mineralstoffen und Spurenelementen sind basisch, und sollten einen erheblichen Teil der Nahrung (ca. 80%) ausmachen.
Bei chronischen Leiden sollte man einen Arzt aufsuchen und das Blut mit basenhaltigen Medikamenten, die resistent gegen die Magensäure sind, entgiften.
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