Gesunde Ernährung
Vegetarier/vegetarische Ernährung
Vegetarier verfolgen eine Form der Ernährung, die vom Verzicht auf tierische Erzeugnisse, die mit der Tötung der jeweiligen Tiere einhergehen, gekennzeichnet ist. Zu solchen tierischen Erzeugnissen zählen Fleisch, Geflügel und Fisch. Eine vegetarische Ernährung sieht jedoch im Gegensatz zu der veganischen Ernährung den Verzehr von Produkten, die von Tieren erzeugt werden, vor, wie zum Beispiel Eier, Milch oder Honig.
Den heutigen Begriff Vegetarier existiert seit 1847. Davor bezeichnete man eine fleischlose Ernährung als pythagoreische Lebensweise. Diese Bezeichnung ist dadurch zu erklären, dass die Pythagoreer (Anhänger von Pythagoras) Vegetarier waren. Eine vegetarische Ernährung ist im heutigen Sprachgebrauch durch einen strikten Verzicht auf Fleisch und Fisch definiert.
Es gibt verschiedenste Ausprägungen einer vegetarischen Ernährung. Die am häufigsten vorkommende Vegetarierart sind die Ovo-Lacto-Vegetarier. Sie essen zwar kein Fleisch und keinen Fisch, aber Eier und Milchprodukte. In Deutschland ernähren sich zwischen sieben und acht Prozent der Menschen vegetarisch.
Die Gründe, sich für eine vegetarische Lebensweise zu entscheiden, sind vielseitig. Viele Vegetarier geben ethische Begründungen für ihre Entscheidung an. Sie wollen vermeiden, dass den Tieren durch Massentierhaltung und Schlachthöfe Leid widerfährt oder dass sie für den Menschen getötet werden. Viele Vegetarier betonen auch die Verwandtschaft zwischen Mensch und Tier.
Ein anderer Beweggrund für eine vegetarische Ernährung ist die gesundheitliche Motivation. Laut einigen Studien wird Vegetariern ein sehr guter Gesundheitszustand bestätigt, was jedoch auch damit zusammenhängen kann dass sich Leute, die einer vegetarischen Ernährung nachgehen, auch bei anderen Belangen verstärkt um ihre Gesundheit bemühen. Einige rauchen und trinken nicht und treiben regelmäßig Sport. Ein guter Gesundheitszustand von Vegetariern kann auch damit erklärt werden, dass sie bei der Nahrungsaufnahme weniger Fett und mehr Ballaststoffe zu sich nehmen.
Einige wechseln jedoch auch erst zu einer vegetarischen Ernährung, wenn sie gesundheitliche Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Hauterkrankungen haben und sich durch den Vegetarismus eine Verbesserung der Krankheitssymptome erhoffen. Andere Vegetarier hingegen wollen auch vermeiden schädliche Stoffe durch Fleischprodukte aufzunehmen, da Tiere beispielsweise mit Hormonen oder Antibiotika behandelt werden. Einige haben auch Bedenken sich mit verschiedenen Tierseuchen anzustecken, wie zum Beispiel BSE.
Der Vegetarismus einiger rührt auch von religiösen Gründen her, was vor allem in asiatischen Ländern vorkommt. Ein anderer Teil der Vegetarier mag den Geschmack von Fleisch einfach nicht oder ihnen ist das Essen von toten Tieren zuwider.
Genauso wie es viele Befürworter des Vegetarismus gibt, gibt es auch einige Kritiker. Diese betonen vor allem etwaige Gesundheitsgefahren durch die vegetarische Ernährung, die durch einen Mangel an Stoffen, die in Fleisch und Fisch enthalten sind, hervorgerufen werden können. Dem steht jedoch entgegen, dass Mangelerscheinungen heutzutage gut mit Nährungsergänzungsmitteln entgegengewirkt werden kann. Es gibt jedoch einige Risikogruppen wie Jugendliche, Schwangere und Spitzensportler, die besonders auf eine ausreichende Eiweißversorgung achten sollten, und sich deswegen auch wenn möglich nicht rein vegetarisch ernähren sollten oder zumindest unter Aufsicht eines Arztes.
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