Gesunde Ernährung

Vollwertige Ernährung

Die vollwertige Ernährung ist eine von der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, empfohlene Ernährungsweise, die Nahrungsmittel bewusst auswählt. Es geht dabei nicht darum, auf Kalorien zu achten oder abzunehmen, sondern um ein gesundheitliches Ernährungskonzept. So sollten Lebensmittel bei einer vollwertigen Ernährung möglichst unbehandelt verzehrt oder schonend gegart werden.

Häufig wird die vollwertige Ernährung mit der Vollwerternährung verwechselt. Beide Konzepte sind sich sehr ähnlich, jedoch bezieht die Vollwerternährung beispielsweise auch soziale und ökologische Aspekte in ihre Prinzipien mit ein.

Viele so genannte Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Karies oder Gefäßerkrankungen, um nur einige zu nennen, sind auf falsche Essgewohnheiten und ungesunde Nahrungsmittel zurückzuführen. Um körperlich und geistig gesund zu bleiben und die Leistungsfähigkeit beizubehalten, benötigt der Körper sinnvoll zusammengesetzte Nahrungsmittel. Die Konsequenz falscher Ernährungs- und Essgewohnheiten wird meist erst viele Jahre später, oft auch erst Jahrzehnte später erkannt. Häufig sind diese Auswirkungen in Form von Krankheit dann nicht mehr rückgängig zu machen.

Als Wegweiser einer zu einer vollwertigen Ernährung hat die DGE 10 Regeln herausgebracht, die auch international Beachtung finden. Dabei sind unter anderem Genuss und kulturelle und soziale Aspekte von großer Bedeutung.

So ist Vielseitigkeit eine Grundvoraussetzung der vollwertigen Ernährung, denn nur dadurch kann eine ausreichende Zufuhr an wichtigen Nährstoffen gewährleistet werden. Ebenso sollte auf fetthaltige und ballaststoffarme Nahrungsmittel verzichtet werden, wie zu viel oder fettes Fleisch. Mit ihrer Formel 5 am Tag propagiert die DGE, mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich zu nehmen. Diese Kampagne hat ihren Ursprung in einem Konzept, das von einer US-amerikanischen Krebsklinik entwickelt wurde, nachdem man feststellte, dass reichhaltiger Verzehr von Obst und Gemüse das Krebsrisiko massiv senkt. Fleisch und Wurstwaren dagegen sollten nur in Maßen gegessen werden, ebenso wie Zucker und Salz.

Wichtig bei der vollwertigen Ernährung ist auch die ausreichende Flüssigkeitszufuhr, die am besten in Form von Wasser, Schorle oder ungesüßten Früchte- oder Kräutertees erfolgt.

Auch der Zeitfaktor beim Thema Ernährung wird oft vernachlässigt. Da der Körper etwa 20 Minuten benötigt, um dem Gehirn das Signal satt zu geben, ist es wichtig, sich Zeit beim Essen zu lassen. Außerdem ist gut durchgekaute Nahrung besser zu verdauen. Deswegen sollte Essen unterwegs, vor dem Fernseher oder mit sonstigen Ablenkungen verbundenes Essen vermieden werden. Vielmehr sollte man sich die Zeit nehmen, sich zum Essen an den Tisch zu setzen und in Ruhe zu speisen und dabei auch nicht schlingen sondern langsam und mit Bedacht kauen. So stellt sich erstens eine innere Ruhe ein, die Geschmacksnerven werden intensiver stimuliert und das Sättigungsgefühl stellt sich schneller ein.

Sehr wenig Beachtung in Bezug zur Ernährung findet das Thema Bewegung. Doch ausreichend Bewegung ist wichtig für den Körper. Sie regt den Kreislauf und den Stoffwechel an, wodurch die Verdauung besser funktioniert und Nährstoffe besser aufgenommen werden können. Die DGE empfiehlt daher täglich eine halbe bis eine Stunde Bewegung in Form von lang anhaltenden Spaziergängen oder Sport.

Die vollwertige Ernährung bietet nach heutigen Erkenntnissen die besten Voraussetzungen dafür, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beizubehalten oder auch zu verbessern, wodurch sie entscheidend zum eigenen Wohlbefinden beiträgt.