Gesunde Ernährung
Eisen
Neben Jodmangel weisen Menschen in Industrieländern das größte Defizit an Mineralien beim Eisen auf. Dabei ist Eisen eines der wichtigsten und auch das im Körper am häufigsten vorkommende Spurenelement.
Die Hauptaufgabe des Eisens besteht in der Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Weiterhin enthalten ist Eisen im Myoglobin, dem Sauerstoffdepot der Muskelzellen. Eine wichtige Funktion übernimmt Eisen auch bei der Enzymbildung. Somit beeinflusst es die Fähigkeiten von so genannten Fresszellen und ist direkt an der Immunabwehr des Körpers beteiligt.
Ein täglicher Eisenverlust von ein bis zwei Milligramm ist ganz natürlich. Auch kann ein Mangel, beispielsweise hervorgerufen durch erhöhten Bedarf während der Schwangerschaft oder in Wachstumsphasen, über einen bestimmten Zeitraum vom Körper ausgeglichen werden. Von einer Nahrungsergänzung mit Eisen ist sogar abzuraten, wenn nicht ein tatsächlicher Mangel festgestellt wurde, da sich ein Überschuss an Eisen zum Beispiel negativ auf die Herzkranzgefäße auswirken kann.
Liegt jedoch ein Mangel an Eisen vor, sollte dieser auf längere Sicht gesehen durch die Einnahme von Eisenpräparaten behoben werden, da sonst die Gefahr von Anämie (Blutarmut) besteht. Dabei ist anzumerken, dass dieser Ausgleich eben nicht allein durch eine ausgewogene Nahrung stattfinden kann. Zum einen schränken etwa Milchprodukte die Aufnahme von Eisen aus Fleisch oder Gemüse ein. Zum anderen kann der Körper sowieso nur einen Bruchteil des Eisens aus der Nahrung aufnehmen und die tägliche Bedarfsmenge von etwa 10 bis 15 Milligramm an Eisen liegt damit höher als der tatsächliche Bedarf von ein bis zwei Milligramm. Besonders Vegetarier und Veganer, sowie Frauen, Leistungssportler und Kinder und Jugendliche in der Wachstumsphase sollten auf eine erhöhte Eisenzufuhr achten. Dabei hilft es zum Beispiel zu den Mahlzeiten Fruchtsäfte mit hohem Vitamin C-Gehalt zu trinken, die die Aufnahme von Eisen erleichtern und dafür während des Essens auf Kaffee oder Schwarztee zu verzichten, die eine gegenteilige Wirkung hervorrufen.
Festgestellt werden kann ein Mangel an Eisen mittels eines Bluttests. Aber auch Anzeichen wie brüchige Haare und Nägel bis hin zu Müdigkeit, Nervosität, Reizbarkeit und Kopfschmerzen können auf Eisenmangel oder gar Anämie hinweisen. Eine Eisenzufuhr durch Präparate ist nur bei einem definitiv diagnostizierten Mangel sinnvoll, selbst wenn es als gesichert gilt, dass die Leistungsfähigkeit der Muskeln von der Eisenzufuhr beeinflusst wird.
