Gesunde Ernährung

Jod

Jod, ausgedrückt mit dem Symbol I, ist ein nicht-metallisches chemisches Element und wird der Gruppe der Halogene zugeordnet. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin. Damit ist Jod wesentlich an Stoffwechselprozessen, Teilung und Wachstum von Zellen und der Wärmeproduktion, bzw. der Erhaltung einer konstanten Körpertemperatur, beteiligt.

Deutschland zählt zu den jodarmen Gebieten, was auf die Eiszeiten zurückzuführen ist, in denen das Schmelzwasser die Jodvorkommen praktisch ausgewaschen hat. Eine Aufnahme von Jod über die Nahrung ist so nur bedingt möglich. Lebensmittel wie Fleisch, Milch, Getreide, Meeresfisch und Kartoffeln können den Tagesbedarf kaum decken.

Speziell mit Jod angereicherte Produkte wie z.B. jodiertes Speisesalz beugen einem Jodmangel vor. Tritt ein Jodmangel ein, hat dies eine Senkung der Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut zur Folge. Die Schilddrüse versucht daraufhin dieses Defizit durch Wachstum auszugleichen, was zur Bildung eines Kropfes führt.

Eine Überdosierung von Jod verursacht hingegen eine Schilddrüsenüberfunktion. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher ein- bis zweimal die Woche eine Fischmahlzeit zu sich zu nehmen und eine ausschließliche Verwendung von Jodsalz zu bevorzugen.