Gesunde Ernährung

Kupfer

Die erste Assoziation, die Menschen zu Kupfer haben ist vermutlich: Schwermetall. Allerdings ist Kupfer auch das dritthäufigste Spurenelement im menschlichen Körper. Es wird unter anderem benötigt für die Bildung der roten Blutkörperchen, für den Pigmentwechsel (? Bildung von Melanin), Kupfer hat Einfluss auf die Funktion des Zentralen Nervensystems und leistet einen Beitrag zur Knochenelastizität, indem es Kollagen und Elastin verbindet und somit bei der Vorbeugung von Osteoporose hilfreich ist. Weiterhin wird Kupfer zur Bildung gewisser Enzyme benötigt, unter anderem von einem Enzym, das Zellmembranen vor freien Radikalen schützt. Durch seine Beteiligung am Elektronentransport ist es auch bei der Energiegewinnung des Körpers von Nöten.

Zudem zählt Kupfer zu den essentiellen Spurenelementen, das heißt, Kupfer kann nicht vom Körper selbst hergestellt werden, sondern muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Dies ist in der Regel jedoch ausreichend. Kupfer ist beispielsweise in Innereien, Krustentieren, Getreide, Obst, Gemüse und Nüssen enthalten. Ein nur geringer Mangel an Kupfer ist für den Körper auch nicht von Nachteil. Eine zu hohe Dosis ist aufgrund der geringen Giftigkeit (Toxizität) von Kupfer ebenfalls unbedenklich, sie kann allerdings zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Dies lässt sich aber durch ein Absetzen von Kupferpräparaten leicht ausgleichen.

Generell gilt, dass Kupfer aus dafür entwickelten Präparaten zur Nahrungsmittelergänzung nur bei diagnostizierten zu hohen oder zu niedrigen Werten eingenommen werden sollte. Zu hohe oder zu niedrige Kupferwerte – im Durchschnitt sind im menschlichen Körper etwa 100 Milligramm davon zu finden – können durch verschiedene Krankheiten hervorgerufen werden wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Bluthochdruck, zu niedrigem Blutdruck oder Verstopfung. Auch gibt es zwei eigenständige, jedoch sehr seltene Kupferkrankheiten, die entweder eine zu hohe oder zu niedrige Konzentration im Körper verursachen: das Menke-Syndrom und die Wilson’sche Krankheit.

Ein Mangel an Kupfer kann sich unter anderem durch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder auch Auswirkungen auf das Zentrale Nervensystem bemerkbar machen und ist neben den bereits erwähnten Krankheiten auch auf unausgewogene Ernährung zurückzuführen.

Generell gilt Kupfer jedoch nicht als Mangelelement. Der Mensch nimmt täglich über die Nahrung etwa zwei Milligramm Kupfer auf und ist somit normalerweise hinreichend versorgt, da von Ernährungsorganisationen ein Bedarf von ein bis eineinhalb Milligramm als ausreichend eingeschätzt wird.