Gesunde Ernährung
Natrium
Mineralien werden im Allgemeinen unterteilt in Spuren- und Mengenelemente. Im Gegensatz zu Spurenelementen kommen Mengenelemente mit mehr als 50 Milligramm pro Kilogramm des Körpergewichts im menschlichen Körper vor.
Natrium wird zu den Mengenelementen gerechnet. Diese sind in der Regel nicht als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Allerdings ist von einer Unterversorgung mit Natrium auch kaum auszugehen. Schon sechs Gramm Kochsalz am Tag enthalten etwa zweieinhalb Gramm Natrium und decken somit den empfohlenen Tagesbedarf dieses Minerals.
Im Gegenteil sollte man eher darauf achten, nicht zuviel Natrium zu sich zu nehmen, da dies zu Bluthochdruck und zur Bindung von Wasser im Körper führen kann. So ist es ratsam, zum Beispiel beim Kochen sparsam mit Salz umzugehen und etwa vermehrt Kräuter einzusetzen oder durch schonendes Garen der Speisen deren Eigengeschmack besser zu erhalten. In Fertigprodukten wie Brot, Wurst oder Chips ist oft schon reichlich Natrium enthalten aufgrund des hohen Salzgehalts dieser Speisen.
Der natürliche Natriumverlust ist durch die Ausscheidung über den Urin, den Stuhl und den Schweiß bedingt. Zu einer Unterversorgung kann es aufgrund starker Durchfälle, Erbrechen oder Funktionsstörungen der Nieren kommen. Dies hat meist niedrigen Blutdruck, Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe zur Folge. Bei tatsächlich eintretendem Mangel an Natrium sollte schnell gehandelt werden, denn Natrium ist an wesentlichen Prozessen im Körper beteiligt: Bei der Muskelkontraktion spielt es eine Rolle über die Reizleitung, es ist mitverantwortlich für die Regulierung des Säure-Basenhaushalts im Körper und zudem beteiligt an der Steuerung des Wasserhaushalts. Wenn eine etwaige Unterversorgung mit Natrium nicht behoben wird, kann dies sogar zur Dehydration (Austrocknung) führen.
