Gesunde Ernährung

Zink

Zink ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement, das im menschlichen Körper vorkommt. Die höchsten Konzentrationen von Zink sind in den Knochen, der Leber, den Haaren und der Iris enthalten. Zink ist Bestandteil von 80 Metallo-Enzymen und Cofaktor von etwa 200 körpereigenen Enzymen. Dadurch trägt es bei zur Stabilisierung der Zellmembranen, es fördert die Stärkung der Immunabwehr und ist beim Kollagenstoffwechsel beteiligt.

Zink gehört, wie auch alle anderen Spurenelemente, zu den essenziellen Elementen. Das bedeutet, dass Zink über die Nahrung aufgenommen werden muss und nicht vom Körper selbst produziert werden kann. Generell ist dies auch möglich. Enthalten ist Zink in Vollkornprodukten, Milchprodukten (speziell in Käse), in getrockneten Hülsenfrüchten und vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch.

Allerdings sollte man wissen, dass etwa die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung von Zinkmangel bedroht ist und die wenigsten Menschen die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Tagesdosis von 12 bis 15 Milligramm auf dem normalen Wege zu sich nehmen.

Zinkmangel tritt vor allem unter Senioren, Schwangeren, Stillenden, Sportlern, Vegetariern – Zink in Fleisch kann vom Körper am besten aufgenommen werden – und bei Menschen, die an entzündlichen Erkrankungen leiden, auf. Ein Mangel an Zink zeigt sich beispielsweise durch Haarausfall, eine gestörte Wundheilung, eine erhöhte Infektionsgefahr und bei Kindern in Wachstumsstörungen. Zinkmangel schlägt sich aber auch in einer verminderten Produktion von Geschlechtshormonen nieder. Deswegen sollten vor allem Frauen für eine ausreichende Versorgung mit Zink sorgen, denn die Einnahme der Pille verschlechtert zusätzlich die Aufnahme von Zink aus Nahrungsmitteln.

Zink-Supplemente bzw. Nahrungsergänzungsmittel können bei Mangel an Zink hierbei Abhilfe leisten. Jedoch sollt man auch hier eine Überdosierung vermeiden. Zwar wirkt Zink im Körper nicht giftig, dennoch kann eine erhöhte Zinkaufnahme zu Kupfer- und Eisenmangel führen, da Zink der natürliche Gegenspieler dieser Spurenelemente ist.