Fitness und Sport
Gewichthebergürtel
Falls die Muskeln des Oberkörperbereichs durch Hanteln bzw. Gewichte aller Art trainiert werden sollen, empfiehlt sich unter Umständen die Anschaffung eines Gewichthebergürtels. Dieser ist in der Regel nichts anderes als ein sieben bis zehn Zentimeter breiter Gürtel aus Leder oder Nylon, der vorne durch eine oder zwei massive Schnallen verschlossen werden kann. Gewichthebergürtel werden in verschiedenen Längen angeboten; je nach Taillenumfang ist ein Gürtel der Größenklasse S (minimal 50 cm), M, L oder XL (bis maximal 120 cm) zu verwenden.
Warum genau und wann ist nun zu einer Verwendung des Gewichthebergürtels zu raten? Der Einsatz eines Gewichthebergürtels mindert das Risiko eventueller Rückenverletzungen; insbesondere von dauerhaften Wirbelsäulenschäden, die beim Anreißen bzw. Heben von schwereren Gewichten verursacht werden können. Diese Schäden treten besonders bei Anfängern auf, wenn die Rumpfmuskulatur noch nicht ausreichend gekräftigt ist. Fortgeschrittene und Profis verzichten (außer bei wirklich schweren Gewichten) oft auf den Gewichthebergürtel, da sie bereits über eine gekräftigte Rücken- und Rumpfmuskulatur verfügen und bereits darauf trainiert sind, den Rücken beim Heben geradezuhalten (und nicht und dies ist ebenfalls ein häufiger Anfängerfehler mit Hohlkreuz oder Rundrücken heben).
Setzt ein Anfänger nun einen Gewichthebergürtel ein, so bewirkt dieser zunächst einmal eine Stärkung der Arm- und Schultermuskulatur; da der Gürtel sehr eng geschnürt wird (um die Stützwirkung zu optimieren), wird die Rumpfmuskulatur nur schwach gekräftigt. Daher sollte nach den ersten Wochen mit Gewichthebergürtel versucht werden, leichtere Gewichte ohne Zuhilfenahme des Gürtels zu heben bis eine Stärkung der Rumpfmuskulatur sichtbar uns spürbar wird. Im Anschluss daran sollte wieder auf schwere Gewichte und Gürtel umgestiegen werden, worauf dann wieder mit leichteren Gewichten ohne Gewichthebergürtel trainiert wird. Und so fort.
