Fitness und Sport

Achillessehnenriss

Die Achillessehne gilt gemeinhin als die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verläuft vom Fersenbein bis zum Wadenmuskel und ist bei der Schrittabwicklung und natürlichen Abrollung des Fußes von entscheidender Bedeutung. Besonderer Belastung muss die Achillessehne bei Sprüngen standhalten, hier kann die Last im Höchstfall dem Neunfachen des Körpergewichts entsprechen. Unter einem Achillessehnenriss versteht man die vollständige Ruptur, also Durchtrennung, dieser Sehne. Eine teilweise Durchtrennung ist eher selten. Meist reißt die Sehne im Übergangsbereich zwischen Muskel und Sehne selbst, also etwa 6 cm oberhalb des Fersenbeins.

Wie aber kann es dazu kommen? Die Achillessehnenverletzung zählt zu den häufigsten Sportverletzungen. Das Risiko für einen Achillessehnenriss erhöht sich dabei zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. So kann es bereits bei einem zu überstürzten Ab- oder Aufsprung zu einer Durchtrennung der Achillessehne kommen. Auch direkte Gewalteinwirkung (Stöße oder Schläge) können der Auslöser für einen Achillessehnenriss sein. Ein vorheriger Verschleißzustand der Sehne (mit jedem Lebensjahr ab ca. 25 zunehmend) kann die Ruptur begünstigen, ist aber nicht immer zwingend anzunehmen. Der Riss selbst wird schlagartig erlebt, geht aber nicht mit übermäßigen Schmerzen einher. Normales Gehen oder der Zehenstand sind mit einer gerissenen Achillessehne aber unmöglich. Bei einer ärztlichen Untersuchung wird die Ruptur gemeinhin durch Ultraschall festgestellt. Ein Achillessehnenriss heilt grundsätzlich mit der Zeit (nach mehrwöchiger Ruhestellung) ab, eine Beeinträchtigung bleibt jedoch erhalten. Zumindest für Spitzensportler bedeutet ein Achillessehnenriss meist das Ende der Karriere.

Wie kann man sich gegen einen Achillessehnenriss schützen? Leider geht der Verschleißprozess der Sehne ab dem 25. Lebensjahr seinen natürlichen Gang, deshalb kann nicht jeder Sehnenriss vermieden werden. Um das Risiko grundsätzlich einzuschränken, ist jedoch ein guter Trainingszustand empfehlenswert. Dadurch bleibt das gesamte Sehnen-Muskel System elastisch. Zu vermeiden sind möglichst auch allzu abrupte Bewegungen. Besonders wichtig ist außerdem ein vorheriges Aufwärmen mit Dehnübungen.

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