Fitness und Sport
Aerob-anaerobe-Schwelle
Für jeden Vereins-, Fitness- oder Hobbysportler ist es wichtig, die Begriffe der aeroben und anaeroben Ausdauer zu kennen. Hierbei handelt es sich um verschiedene Systeme des Organismus, bei sportlichen Belastungen Energie bereitzustellen, um die Intensität der Belastung aufrecht erhalten zu können (z.B. das Tempo beim Laufen, Radfahren oder Schwimmen).
Je nachdem, wie groß der Sauerstoffanteil ist, den der Körper verarbeitet, spricht man von aerober oder anaerober Ausdauer. Die anaerobe Ausdauer ist besonders bei kürzeren Belastungen relevant, bei denen der Körper den entstandenen Sauerstoffbedarf nicht decken kann.
Man unterscheidet bei der anaeroben Energiebereitstellung zwischen einer alaktaziden und einer laktaziden Phase: Bei der alaktaziden Phase der anaeroben Ausdauer entsteht noch keine Milchsäure (Laktat), die Energie wird aus den Körpereigenen Substanzen ATP und Kreatinphosphat gebildet. Bei der laktaziden Phase, die nach wenigen Sekunden eintritt, wird die Energie aus Glukose gewonnen; da diese Glukose aber noch nicht vollständig abgebaut werden kann, entsteht Milchsäure (Laktat). Wird vom Körper zuviel Laktat produziert, führt dies zur Ermüdung.
Die aerobe Ausdauer hingegen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Energiebereitstellung alaktazid, also ohne Entstehung von Milchsäure, erfolgt. Der Körper kann bei längeren Belastungen den Sauerstoffbedarf durch Oxidation decken und den Energielieferanten Glukose (oder auch Fett) vollständig abbauen. Sobald aber die Belastungsintensität steigt und der Körper das Sauerstoffdefizit nicht mehr ausgleichen kann, fällt er wieder in den Bereich der laktaziden anaeroben Ausdauer zurück.
Je nachdem, wie hoch der Anteil des Laktats pro Liter Blut ist, spricht man vom aeroben bzw. anaeroben Bereich. Liegt die Konzentration unter 2 mmol Laktat pro Liter Blut, befindet man sich im Bereich der aeroben Ausdauer. Über 4 mmol Laktat liegt dann der Bereich der anaeroben Ausdauer und zwischen der aeroben (2mmol/l) und anaeroben (4mmol/l) Schwelle liegt ein Übergangsbereich.
Je mehr Sauerstoff der Körper pro Minute pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen kann (VO2max), desto besser ist seine aerobe Ausdauer und desto weniger wahrscheinlich ist es, dass durch Laktatreste eine Ermüdung erfolgt. Jeder Sportler, egal ob im Verein oder im Fitness-Club, sollte im Bereich der aeroben und anaeroben Ausdauer trainieren, um seine Leistungsfähigkeit zu verbessern und Verletzungen, die durch Ermüdung entstehen können, vorzubeugen.
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Fitness Lexikon A:
- Achillessehnenriss
- Adrenalin
- aerob(es) Training
- Aerob-anaerobe-Schwelle
- Aerobe und anaerobe Ausdauer (Ausdauer)
- Agonist (Agonist/Antagonist)
- Aktive und passive Beweglichkeit (Beweglichkeit)
- Allgemeine Gelenkbeweglichkeit
- Allgemeine und lokale/spezielle Ausdauer (Ausdauer)
- Allgemeine und spezielle Beweglichkeit (Beweglichkeit)
- Allgemeine und spezielle Koordination (Koordination)
- Allgemeine und spezielle Kraft (Kraft)
- anaerob(es) Training
- Antagonist (Agonist/Antagonist)
- Arbeitsumsatz
- Arbeitsweise der Skelettmuskulatur (Muskulatur)
- Atemgymnastik
- Aufwärmen
- Ausgleichen der Sauerstoffschuld
