Fitness und Sport
aerob(es) Training
Beim Ausdauertraining unterscheidet man zwischen einem aeroben und anaeroben Bereich, in dem der Körper die Intensität der sportlichen Belastung aufrechterhalten soll. Je höher eine Belastung ist, desto mehr Sauerstoff muss der Körper aufnehmen, doch nicht immer kann er den Sauerstoffbedarf auch tatsächlich decken. In diesem Fall spricht man vom anaeroben Bereich, das heißt, dass der Sauerstoffbedarf die tatsächliche Sauerstoffzufuhr übersteigt.
Nach wenigen Sekunden einer sportlichen Belastung wird Glykogen abgebaut, was durch den Sauerstoffmangel aber nicht vollständig erfolgt, und so entsteht dann Milchsäure (Laktat). Bei einer Laktatkonzentration von 4mmol pro Liter Blut spricht man von der anaeroben Schwelle; wenn die sportliche Belastung länger über dieser anaeroben Schwelle liegt, kommt es aufgrund der Laktatproduktion zur Ermüdung und zum Leistungsabfall.
Besitzt der Organismus die Fähigkeit, viel Sauerstoff pro Minute pro Kilogramm Körpergewicht aufzunehmen, kann das Glykogen besser abgebaut werden und es entsteht weniger Laktat. Sobald der durch die Belastung entstandene Sauerstoffbedarf gedeckt werden kann, befindet man sich im aeroben Bereich. Bei einer Laktatkonzentration von 2mmol pro Liter Blut spricht man daher von der aeroben Schwelle; bewegt man sich unter dieser Schwelle, kann Energie ausschließlich durch Oxidation (Verbrennung von Sauerstoff) zur Verfügung gestellt werden und es entsteht kein Laktat (alaktatzid).
Zwischen der aeroben und der anaeroben Schwelle liegt ein Übergangsbereich, in dem die Bildung und der Abbau von Laktat sich die Waage halten. Man spricht hier auch vom Zustand des steady-state, wo der Körper bei hoher Belastung noch am längsten eine Leistung erbringen kann. Die Werte für die aerobe bzw. anaerobe Schwelle sind nicht bei allen Sportlern gleich und hängen vom Trainingszustand ab. Besonders wichtig ist es für jeden Vereins-, Fitness- und Leistungssportler, seine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) zu verbessern, um auch die anaerobe Schwelle nach oben zu verschieben und somit das entstandene Laktat besser abbauen zu können. Die aerob-anaerobe Schwelle ist ein wichtiges Kriterium in der Sportmedizin und Leistungsdiagnostik, und durch Laktatmessungen kann man feststellen, wo bei einem Sportler die aerobe bzw. anaerobe Schwelle liegt. Diese Erkenntnisse können dann wesentlich zur Trainingsoptimierung beitragen.
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Fitness Lexikon A:
- Achillessehnenriss
- Adrenalin
- aerob(es) Training
- Aerob-anaerobe-Schwelle
- Aerobe und anaerobe Ausdauer (Ausdauer)
- Agonist (Agonist/Antagonist)
- Aktive und passive Beweglichkeit (Beweglichkeit)
- Allgemeine Gelenkbeweglichkeit
- Allgemeine und lokale/spezielle Ausdauer (Ausdauer)
- Allgemeine und spezielle Beweglichkeit (Beweglichkeit)
- Allgemeine und spezielle Koordination (Koordination)
- Allgemeine und spezielle Kraft (Kraft)
- anaerob(es) Training
- Antagonist (Agonist/Antagonist)
- Arbeitsumsatz
- Arbeitsweise der Skelettmuskulatur (Muskulatur)
- Atemgymnastik
- Aufwärmen
- Ausgleichen der Sauerstoffschuld
