Fitness und Sport

Allgemeine und spezielle Beweglichkeit (Beweglichkeit)

Als Beweglichkeit bezeichnet man im Allgemeinen die Fähigkeit, Bewegungen in einem oder mehreren Gelenken mit einer großen Bewegungsamplitude auszuführen. Man unterscheidet hier die allgemeine und spezielle Beweglichkeit. Die allgemeine Beweglichkeit bezeichnet die Beweglichkeit der wichtigsten Gelenksysteme. Hierzu zählen Schulter- und Hüftgelenke sowie die Wirbelsäule. Je nach Anspruchsniveau kann diese Beweglichkeit verschieden stark ausgeprägt sein. Spezielle Beweglichkeit bezeichnet dagegen die Beweglichkeit eines bestimmten Gelenkes, die für eine Sportart spezifisch ist. So zum Beispiel die Beweglichkeit des Hüftgelenks bei Hürdenläufern.

Für eine gute allgemeine und spezielle Beweglichkeit sind die Beweglichkeit der Gelenke und deren Kapseln ebenso von Bedeutung wie die Dehnfähigkeit der beteiligten Sehnen, Bänder und Muskeln. Der Dehnungsspielraum von Sehnen und Bändern liegt jedoch bei gerade einmal 5%, so dass beim Beweglichkeitstraining vor allem die Dehnfähigkeit der Muskeln optimiert werden soll. Bei extremem Training kann es zu einer überstarken Beweglichkeit, der so genannten Hypermobilität, kommen, die in Sportarten wie rhythmischer Sportgymnastik eine große Rolle spielt.

Beweglichkeit wird oft zu den motorischen und konditionellen Grundeigenschaften gezählt und ist in jeder Sportart in gewissem Maße gefordert. Schließlich ist Beweglichkeit eine Grundvoraussetzung für qualitativ und quantitativ gute Bewegungsausführung. Außerdem wird durch Beweglichkeit eine fließendere Bewegung und die optimale Nutzung der Kraft gewährleistet.

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