Fitness und Sport

anaerob(es) Training

Anaerobes Training ist entsprechend der Bedeutung von aerob (mit Luft) die Bezeichnung für ein Training ohne Luft. Das bedeutet, dass die Belastung des Körpers so stark ist, dass er den Sauerstoffbedarf der Muskeln zur Energiegewinnung nicht mehr durch die Atmung decken kann. Somit müssen die Muskeln kurzfristig ohne Sauerstoff auskommen, was mithilfe biochemischer Prozesse, für deren Abwicklung kein Sauerstoff nötig ist, gewährleistet wird. Anaerobe Energiegewinnung ist zum Beispiel bei einem Sprint oder einem 800 Meter-Lauf nötig.

Anaerobes Training führt schnell zu einer Übermüdung des Muskels und wenn die Belastung andauert zur Anhäufung von Milchsäure in den Muskelzellen und im Blut. Dies wiederum bewirkt eine Übersäuerung des Muskels, welche der Leistungssteigerung stark entgegenwirkt und vermieden werden sollte. Hinzu kommen bei Übersäuerung auch Symptome wie Übelkeit und Muskelschmerzen. Im Gegensatz zum aeroben Training schaltet der Körper bei anaerobem Training auf pure Kohlehydratverbrennung um, anstatt die Fettreserven anzugreifen, denn diese Form der Energiegewinnung würde zu lange dauern. Deshalb ist es für den anaerob trainierenden Sportler besonders wichtig, ausreichend kohlehydratreiche Nahrung zu sich zu nehmen (Vollkornbrot, Nudeln, Reis usw.).

Anaerobes Training empfiehlt sich nicht für den reinen Gesundheitssportler und sollte nur als Aufbautraining zum aeroben Training betrachtet werden. Nur für einen bereits gut konditionierten Ausdauersportler ist anaerobes Training leistungssteigernd. Das Verhältnis zwischen aerobem und anaerobem Training ist bei etwa 6 zu 4 anzusetzen. Der Effekt des anaeroben Trainings erhöht sich, wenn kurz zuvor ausdauernd trainiert wurde (Joggen, Walken, Radfahren, Schwimmen).

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