Fitness und Sport

Antagonist (Agonist/Antagonist)

Um eine Bewegung ausführen zu können, ist immer das Zusammenspiel gegensätzlich wirkender Muskeln notwendig. Denn hat sich ein Muskel einmal kontrahiert, kann er sich nicht mehr selbstständig dehnen. Für die Bewegung eines Körperteils in unterschiedliche Richtungen müssen daher mehrere Muskeln nacheinander- oder zusammenwirken.

Während der Agonist (Spieler) eine Bewegung ausführt, sorgt der Antagonist (Gegenspieler) dafür, dass die Bewegung in die Gegenrichtung erfolgen kann. Während der Agonist beispielsweise das Gelenk streckt, winkelt der Antagonist es an und umgekehrt. Der eine Muskel wirkt dem anderen entgegen und sie stehen reziprok, in einer Wechselbeziehung, zueinander. Der Antagonist wird gedehnt, wenn der Agonist eine Bewegung oder Haltearbeit verrichtet. Ein Antagonist kann auch ein Nerv, eine Nervenbahn oder ein Teilsystem des Nervensystems sein, das funktionell meist gegenteilige Wirkungen zum Agonisten hat.

Als Synergisten bezeichnet man die Muskeln, die während der Ausführung einer Bewegung in die gleiche Richtung arbeiten. Sie können ganze Muskelgruppen bilden, zum Beispiel die Bauchmuskeln. Als Gegenspieler dazu kann die Rückenmuskulatur angesehen werden, welche in etwa genauso stark wie die Bauchmuskeln sein sollte. Ein ständiges Wechselspiel, beziehungsweise Zusammenwirken, von Agonisten, Antagonisten und Synergisten sorgt für einen harmonischen und verletzungsfreien Ablauf von Bewegungen. Ungleichgewichte innerhalb der Muskulatur werden muskuläre Dybalancen genannt. Diese können durch regelmäßiges, korrektes Training vermieden werden.

Möchte man seine Muskeln trainieren, zum Beispiel durch Krafttraining, eignen sich komplexe Bewegungen mehr als isolierte Einzelübungen. So werden nämlich nicht nur die Muskeln trainiert, sondern auch das muskuläre Zusammenspiel.

Nicht nur für das Muskeltraining, auch für die korrekte Durchführung von Dehnübungen ist das Wissen über Antagonisten und Agonisten wichtig. Ein Dehnungsprogramm sollte so durchgeführt werden, dass immer der Agonist (z. B. die vordere Oberschenkelmuskulatur) und der zugehörige Antagonist (z. B. die hintere Oberschenkelmuskulatur) im Wechsel gedehnt werden. Denn ein kräftiger Agonist bringt nicht viel, wenn der Antagonist verkürzt ist und bei der Bewegung nicht mithalten kann.

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