Fitness und Sport
Bandverletzungen im Knöchelbereich
Der Bandapparat im Knöchelbereich besteht aus drei Bändern, welche die Spitze des Außenknöchels mit dem Fersenbein und dem Sprungbein verbinden. Außen- und Innenbänder halten unter der Bewegung das Sprungbein passiv in der Knöchelgabel. Unter normalen Belastungen werden sie dabei vom Zug der Muskeln unterstützt. Sehr schnelle oder große Belastungen können von der Muskulatur jedoch nicht abgefangen werden. Bei solchen plötzlichen Belastungen kann bei nichtstabilen Bändern das Sprungbein nach vorne rutschen oder kippen.
Ein Bänderriss am oberen äußeren Sprunggelenk ist eine der häufigsten Sportverletzungen, die vor allem bei Sportarten mit kurzen Sprints und Stopps verbunden sind, wie beim Fußball, Volleyball und Tennis. Nach einem Unfall schwillt der Knöchel meist schnell an, weil sich durch den Riss der Bänder ein Bluterguss im Gelenk bildet. Der Knöchel schmerzt vor allem bei Belastung. In dieser Situation sollte der Fuß möglichst hoch gelagert und mit Eisbeuteln oder Cold-Packs oder Ähnlichem gekühlt werden. Dabei sollte das Eis nie direkt auf die Haut aufgelegt werden, da es sonst zu Erfrierungen kommen kann. Am besten schlägt man den Eisbeutel in ein Tuch ein.
Eine Bandverletzung im Knöchelbereich entsteht meist durch Umknicken oder Verdrehen im Sprunggelenk, meist nach innen (Supinationstrauma). Es kommt zu einer Überdehnung oder einem Reißen der Außenbänder. Knickt der Fuß nach außen (Pronationstrauma), wird das Innenband verletzt. Wenn beim Umknicken die Knöchelgabel auseinander gedrückt wird, kann die Bandverbindung zwischen Außenknöchel und Schienbein (Syndesmose) reißen. Man unterscheidet einfache Bänderrisse von Mehrfachrissen. Die Bänder können in ihrem Verlauf reißen oder mit einer kleinen Knochenschuppe an ihren Anheftungsstellen vom Knochen abreißen. Meist kommt es an der Stelle zu einer Schwellung, wo die verletzten Bänder verlaufen.
Ist nur ein Außenband im Knöchelbereich gerissen, ist eine Operation meist nicht erforderlich. Da ein Band in der Regel nicht glatt durchreißt, sondern die Enden ausfransen, kommt es auch ohne Operation in der Regel zu einem ausreichenden Kontakt der Bandstümpfe. Auch ein gerissenes Innenband muss nicht operiert werden. Wenn das gerissene Band jedoch in den Gelenkspalt einschlägt ist eine Operation notwendig. Sind alle drei Außenbänder gerissen, kann das Sprungbein leicht aus der Knöchelgabel herauskippen. In diesem Fall ist eine Operation zumindest dann zu erwägen, wenn die Stabilität des Sprunggelenkes wichtig ist. Für die Funktion des Sprunggelenkes entscheidend ist das Band zwischen Außenknöchel und Schienbein (Syndesmose), da es die Knöchelgabel zusammen hält. Ist es gerissen, sollte in jedem Fall operiert und das Band genäht werden.
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Fitness Lexikon B:
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