Fitness und Sport

Belastbarkeit und Sport bei Asthma

Bewegung und Sport ist auch für Asthmatiker gut. Ein guter Trainingszustand wirkt sich günstig auf das Anstrengungsasthma aus und regelmäßiges Training verbessert die Lungenfunktion bei jedem Menschen. Auch bei Asthmatikern steigt die Reizschwelle für das Auftreten eines Anfalls. Allerdings sollten diese dabei einiges beachten. Jeder Asthmapatient sollte sich gründlich untersuchen lassen, bevor er mit dem sportlichen Training beginnt, inklusive eines ergometrischen Belastungstests, der eine gute Grundlage für den Trainingsberater ist. Zudem sollten Notfallmedikamente immer mit sich geführt werden und ärztliche Hilfe muss in angemessener Zeit verfügbar sein.

Vor jedem Training sollte vorbeugend eine Dosis eines schnell wirkenden Bronchien erweiternden Medikaments inhaliert werden. Zudem sollte der Körper langsam aufgewärmt werden, da ein so genannter Kaltstart zu einer plötzlichen Belastung der Atemwege führt, die vermieden werden sollte. Die Aufwärmphase sollte mindestens 15 Minuten dauern, in der Belastungsphase sollte ein Intervalltraining mit Pausen erfolgen. Daher empfehlen sich Sportarten, die Pausen ermöglichen oder in der sich automatisch unterschiedliche Belastungsphasen ergeben. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen, Walking und Radfahren sind bei Asthma besonders gut geeignet. Es ist jedoch immer zu beachten, dass die sportliche Tätigkeit jederzeit ohne Probleme abgebrochen werden kann. Die Teilnahme an Wettkämpfen (in diesen oder anderen Sportarten) inklusive des notwendigen Trainings sind nicht grundsätzlich verboten. Voraussetzung ist allerdings, dass das Asthma konsequent und systematisch behandelt und kontrolliert wird. Dann lässt sich ein ganz normales Programm ohne weitere Maßnahmen absolvieren.

Wenig geeignet sind Sportarten, die in erster Linie auf Schnelligkeit oder Kraft setzen. Bei Beachtung der oben genannten Regeln sind jedoch auch diese möglich. Umweltfaktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, da die Atemwege von Asthmatikern auf unspezifische Reize wie trockene und kalte Luft überempfindlich reagieren und sich verengen. Das kann zu Atemnot führen. Körperliche Belastung gehört neben Allergien und Infektionen zu den wichtigsten Auslösern eines Asthma- Anfalls. Etwa 60% aller Asthmatiker leiden unter Anstrengungsasthma. Oft ist dieses das erste Symptom, das den Eltern eines asthmakranken Kindes auffällt.

[A] [B] [C] [D] [E] [F] [G] [H] [I] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [R] [S] [T] [U] [V] [W] [Z]


Fitness Lexikon B: