Fitness und Sport

Beweglichkeit

Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen in einem bestimmten, möglichst großen Ausmaß im Bereich der Gelenke auszuführen. Sie gehört zu den motorischen Grundeigenschaften wie Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer. Man unterscheidet aktive und passive sowie allgemeine bzw. spezifische (lokale) Beweglichkeit. Sie ist überwiegend bestimmt von der Gelenkbeweglichkeit und der Dehnfähigkeit der Muskulatur und wird beeinflusst durch die neuro-physiologischen Steuerungsprozesse.

Beweglichkeit ist eine elementare Voraussetzung für eine technisch qualitativ und quantitativ gute Bewegungsausführung. Beweglichkeit ist für die Gesundheit des Körpers wichtig. Eine trainierte Beweglichkeit erhöht die Belastungsverträglichkeit und verringert die Verletzungsgefahr. Zudem führt sie zu erhöhter Durchblutung und einer erhöhten Belastbarkeit des Stützapparats und verhindert Muskelzerrungen und Faserrisse.

Von allgemeiner Beweglichkeit wird gesprochen, wenn die Beweglichkeit in den großen Gelenksystemen, zum Beispiel Hüfte, Schulter und Wirbelsäule, ausreichend entwickelt ist. Die spezielle Beweglichkeit bezieht sich auf die sportartspezifische Beweglichkeit in einem bestimmten Gelenk. Aktive Beweglichkeit beschreibt den größtmöglichen Spielraum der Bewegung durch Muskelkontraktion und wird als physiologischer Bewegungsbereich bezeichnet. Die passive Beweglichkeit, auch anatomische Beweglichkeit, zeichnet sich durch den maximalen Spielraum aus, der durch äußere Kräfte erreicht werden kann. Unter äußeren Kräften kann man Partner oder Gegenstände verstehen. Sie ist immer größer als die aktive Beweglichkeit. Eine weitere Unterscheidung gibt es zwischen der statischen und dynamischen Beweglichkeit. Hält man eine Dehnstellung über einen bestimmten Zeitraum, spricht man von statischer Beweglichkeit. Als dynamische Beweglichkeit wird das entspannte oder forcierte Bewegen bis in die maximale Dehnposition verstanden.

Des Weiteren muss man zwischen den Begriffen Dehnfähigkeit und Gelenkigkeit differenzieren. Die Dehnfähigkeit umfasst die Bewegungsweite der Muskeln, Sehnen, Bänder und Kapseln (aktiver Bewegungsapparat), während die Gelenkigkeit den durch die knöcherne Gelenkstruktur, den Knorpel, die Bandscheiben und die Menisken begrenzten Bewegungsbereich (passiver Bewegungsapparat) umfasst. Mit dem Begriff Hypomobilität wird eine verminderte bzw. eingeschränkte Beweglichkeit beschreiben. Diese kann durch knöcherne Einschränkungen und einseitige Belastung versucht werden und eine Dauerverkürzung herbeiführen. Mit Hypermobilität bezeichnet man eine gesteigerte beziehungsweise übermäßige Beweglichkeit, die oft muskulär nicht mehr ausreichend gesteuert werden kann.

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