Fitness und Sport

Biorhythmus und sportliche Leistungsfähigkeit

Anfang des 20. Jahrhunderts fand der Arzt Dr. Wilhelm Fliess bei seinen Patienten Parallelen in ihren biologischen Rhythmen. Körperlich, emotional und geistig aktive Phasen wechselten sich mit passiven Phasen ab. Dr. Fliess konstituierte darauf hin in Zusammenarbeit mit dem Psychologen Hermann Swoboda die Theorie vom Biorhythmus, dem er Perioden von Hochs und Tiefs von unterschiedlicher Länge in den genannten Bereichen zugrunde legte. Er konnte den Biorhythmus so mit Hilfe einer grafischen Darstellung von Kurvenverläufen verdeutlichen und individuell berechnen.

Wissenschaftlich ist die Existenz eines Biorhythmus bis heute nicht belegt, weshalb fraglich bleibt, ob er bei der Erstellung von Trainingsplänen für Sportler berücksichtigt werden sollte oder nicht.

Als nützlich erweisen könnte sich die Beachtung des Biorhythmus bei der Ermittlung der sportlichen Leistungsfähigkeit, falls tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den körperlichen, emotionalen und geistigen Hochs im Rahmen des ermittelten Biorhythmus und der sportlichen Leistungsfähigkeit besteht. In diesem Fall könnten Sportler wesentlich effektiver und vorausschauender Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit steigern, indem sie Tiefphasen im Biorhythmus umgehen und dagegen ihre Hochs optimal nutzen.

Zumindest ist nicht zu leugnen, dass für optimale sportliche Leistungsfähigkeit Komponenten wie körperliches und seelisches Gleichgewicht unverzichtbar sind: Nur wenn Gesundheit auf allen Ebenen vorhanden sind, können Technik, Taktik und Kondition langfristig gewinnbringend entwickelt werden. Und dass sich für den Erhalt einer umfassenden Gesundheit Ruhephasen mit Trainingsphasen abwechseln müssen, gesunde Mischkost von Vorteil ist und auch die Seele ihr Recht bekommen muss, ist empirisch bestätigt. Am Ende muss jeder Sportler für sich herausfinden, ob die Beachtung seines Biorhythmus ihm im besonderen Maße dabei hilft gesund zu bleiben und seine sportliche Leistungsfähigkeit zu erhalten oder gar zu steigern.

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