Fitness und Sport

Biorhythmus

Der Biorhythmus wird als pseudowissenschaftliche Lehre bezeichnet, da seine Anhänger zwar die Ansprüche einer Wissenschaft erheben, jedoch nicht den Mindestanforderungen einer Wissenschaft genügen. Beim Biorhythmus geht es darum durch einfache Methoden gute und schlechte Tage bei Menschen und Tieren zu unterscheiden. In der Biologie und der Medizin wird der Begriff Biorhythmus nicht gebraucht.

Die Rechenmethodik wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Psychologen Hermann Swoboda und den Arzt Wilhelm Fliess begründet. Der Anstoß dazu ergab sich, als Fliess in den Krankenakten seiner Patienten Regelmäßigkeiten feststellte. Daraufhin versuchten Fliess und Swoboda ein Gesetz für die guten und schlechten Momente in einem Leben aufzustellen. Bei späteren Untersuchungen ihrer Gesetzmäßigkeit konnte keine inhaltliche Relevanz nachgewiesen werden.

Bei der Biorhythmuslehre wird davon ausgegangen, dass das Leben in drei Rhythmen mit unterschiedlicher Dauer unterteilt ist: Der körperliche Rhythmus, der 23 Tage dauert, der emotionale Rhythmus, der 28 Tage anhält, und der geistige Rhythmus, der sich auf 33 Tage beläuft.

Der körperliche Biorhythmus beeinflusst Ausdauer, Vitalität und Kraft. Am Höhepunkt dieses Biorhythmus hat der Mensch sehr viel Energie. Der emotionale Biorhythmus ist gekennzeichnet durch die sinnliche Wahrnehmung, Kreativität und Gemütsverfassung. Der geistige Rhythmus bezieht sich auf die Denkfähigkeit, Logik und Lernfähigkeit.

Ab dem Zeitpunkt der Geburt starten diese Rhythmen mit ihrer ersten Periode positiv, durchlaufen dann nach der halben Periodenzeit die so genannte Null-Linie und steuern dann in eine negative Phase. Zu Beginn einer neuen Periode beginnt wieder eine positive Phase. Die Übergänge von positiven zu negativen Tagen und von negativen zu positiven Tagen werden als kritische bzw. schlechte Tage angesehen. Treffen nun die Übergänge aller drei Rhythmen an einem Tag zusammen, so kann dies laut der Biorhythmuslehre schwerwiegende Folgen haben. Andersherum verhält es sich, wenn sich alle drei Rhythmen in der positiven Phase befinden, woraus besonders positive Tage resultieren.

Will man seinen persönlichen Biorhythmus errechnen, so gibt es die Möglichkeit sich von Vertretern dieser Lehre beraten zu lassen oder im Internet einen so genannten Biorhythmusrechner zu benutzen.

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