Fitness und Sport

Formen der Muskelarbeit (Muskulatur)

Die Muskulatur spielt eine tragende Rolle im körperlichen Gefüge des Menschen. Die zig hundert Muskeln, die sich zwischen Skelett und Haut auf kleinem Raum verteilen, sind nicht nur für die Entwicklung von Bewegung und Kraft zuständig, sondern haben auch eine haltende und stabilisierende Funktion für die Organe und das Skelett.

Treibt ein Mensch zu wenig Sport, kommt der Körper aus seinem Gleichgewicht und es können muskuläre Dysbalancen entstehen. Dabei werden wichtige Muskeln verkürzt, geschwächt und teilweise abgebaut.

Um eine solche Entwicklung zu vermeiden, sollte Muskelarbeit betrieben werden, deren Grundprinzip auf dem Wechsel von Anspannung und Entspannung beruht. Dabei gibt es unterschiedliche Formen der Muskelarbeit:

• Hält etwa ein Gewichtheber seine Hantel über dem Kopf gestreckt, so spricht man von isometrischer Muskelarbeit. Hier bleibt die Länge des Muskels gleich, aber es wird Spannung aufgebaut und diese je nach Übung variiert.
• Bei der isotonischen Muskelarbeit bleibt die Spannung im Muskel gleich, während sich die Länge ändert. So zum Beispiel bei Curls, wo die Hantel nach unten und oben bewegt wird, sich die Spannung im Muskel wegen des gleich bleibenden Gewichts aber nicht ändert.
• Um exzentrische Muskelarbeit handelt es sich, wenn ein Gewichtheber die Hantel über seinem Kopf langsam wieder nach unten lässt, d.h. wenn er Gewicht in seiner Bewegung bremst. Dies ist eine Art der isotonischen Muskelarbeit, die darauf zielt, die eigene Maximalkraft zu überbieten.
• Das Gegenstück der exzentrischen ist die konzentrische Muskelarbeit, wobei auch diese dem Überbegriff isotonisch zugeordnet wird. Hier wird ein Gewicht gegen einen Widerstand bewegt, so etwa beim nach oben bewegen des Gewichtes bei Armcurls.

Weil aber rein isotonische oder rein isometrische Muskelarbeit sehr selten ist, haben auch die Mischformen einen eigenen Namen erhalten: die auxotonische Muskelarbeit, bei der sowohl Muskellänge als auch -spannung während des Training verändert wird.

Werden diese verschiedenen Formen der Muskelarbeit regelmäßig und nicht zu einseitig betrieben, zeigen sich viele positive Folgeerscheinungen, die über das rein ästhetische weit hinausgehen: eine verbesserte Kapillarisierung der Muskulatur und somit gesteigerte Sauerstoffausschöpfung, die Zunahme von Kraftwerken der Muskelzelle, wie die Mitochondrien auch genannt werden, aber auch eine bessere muskuläre Interaktion, was den Kraftgebrauch effizienter gestaltet.

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