Fitness und Sport
Kondition
Der Begriff Kondition (abgeleitet vom lateinischen condicio Zustand, Lage) wird von vielen mit dem Begriff der Ausdauer verwechselt. Die Ausdauer bildet jedoch nur einen Teilbereich des Oberbegriffs Kondition.
Man unterscheidet im Wesentlichen vier Bereiche, die für den konditionellen Zustand eines Menschen bedeutend sind: Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit. Jeder dieser vier Bereiche, die zusammen also die Kondition eines Sportlers bilden, kann wiederum unterteilt werden:
Im Kraftbereich unterscheidet man Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft und Kraftausdauer,
zum Ausdauerbereich zählt man Kurz-, Mittel- Langzeitausdauer,
der Schnelligkeitsbereich wird unterteilt in Reaktions-, Beschleunigungs- und Bewegungsschnelligkeit
und im Bereich der Beweglichkeit trennt man zwischen Gelenkbeweglichkeit und Dehnungsfähigkeit.
Man könnte als einen fünften Bereich der Kondition auch noch die Koordinationsfähigkeit anführen, die ihrerseits wiederum unterteilt wird in Reaktion, Rhythmus, Gleichgewicht, Orientierung und Flexibilität. Diese koordinativen Fähigkeiten sind in jedem der anderen Bereiche, die die Kondition bilden, von Bedeutung.
Wer also Wert auf eine gute Kondition legt, sei es als Sportler im Verein, im Fitness-Club oder auf Profiebene, muss jede der konditionellen Fähigkeiten trainieren. Dabei liegen die Schwerpunkte je nach Sportart natürlich in anderen Bereichen, doch sollte man sich grundlegende Fähigkeiten sowohl im Kraft-, Schnelligkeits-, Ausdauer-, Beweglichkeits- und Koordinationssektor aneignen.
Für jedes Teilgebiet der Kondition sind unterschiedliche Trainingsmethoden, wie z.B. Intervall-, Wiederholungs- und Dauermethode geeignet. Will man seine Kondition entscheidend verbessern, muss man für jeden Bereich die geeignete Trainingsmethode und die entsprechenden Übungen heranziehen.
Eine Verbesserung in einem der konditionellen Bereiche kann zugleich auch eine Steigerung in einem anderen Bereich mit sich bringen, so ist z.B. eine gute Grundlagenausdauer auch für Kraft und Schnelligkeit förderlich, da sich die Regenerationsfähigkeit verbessert, weil der Körper über eine bessere Sauerstoffaufnahmefähigkeit verfügt. Andererseits kann natürlich auch das Gegenteil eintreten, so kann z.B. übertriebenes Krafttraining zu einer Verschlechterung im Schnelligkeits- und Koordinationsbereich führen. Beim Training der Kondition sollte man also immer alle Bereiche im Auge haben und sich auch über die Wechselwirkungen im Klaren sein.
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Fitness Lexikon K:
- Knochen (Skelettsystem)
- Komponenten der Koordination (Koordination)
- Kondition
- Konditionstraining für motorische Eigenschaften
- Kontraktion (Kraft)
- Körperfett
- Kraft
- Kraftausdauer (Kraft)
- Kraftausdauertrainingsmethode
- Krafttraining
- Kurz-, Mittel-, Langzeitausdauer (Ausdauer)
