Fitness und Sport
Kraftausdauer (Kraft)
Die Kraftausdauer ist ein Teilbereich der Kraft, welche wiederum zu den konditionellen Fähigkeiten (neben Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit) des Menschen gehört. Zusammen mit der Maximalkraft, Schnellkraft und Reaktivkraft bildet die Kraftausdauer also einen Teil des Begriffes Kraft.
Man versteht unter der Kraftausdauer die Fähigkeit des Körpers, eine Widerstandsleistung gegen Ermüdung bei Krafteinsätzen, die statisch oder dynamisch sein können, zu erbringen. Je nachdem, wie groß diese Krafteinsätze sind, wird die Kraftausdauer wiederum unterteilt in Maximalkraftausdauer, submaximale Kraftausdauer und aerobe Kraftausdauer.
Wie der Begriff an sich schon nahe legt, ist bei der Maximalkraftausdauer der zu erbringende Krafteinsatz am größten, er beträgt etwa 75% der Maximalkraft eines Sportlers. Beträgt der Krafteinsatz zwischen 75 und 50% der Maximalkraft, spricht man von submaximaler Kraftausdauer. Bei einem Krafteinsatz zwischen 50 und 30% der Maximalkraft kommt dann die aerobe Kraftausdauer, die auch als Ausdauerkraft bezeichnet wird, zum Einsatz.
Da Krafteinsätze sowohl statisch als auch dynamisch erfolgen können, wird auch bei der Kraftausdauer zwischen einer statischen und dynamischen Form unterschieden, wobei die statische Kraftausdauer nur im Bereich der Maximalkraftausdauer zum Einsatz kommt.
Statische Kraftausdauer wird trainiert, damit ein Muskel bei einem Krafteinsatz über einen bestimmten Zeitraum seinen Spannungszustand hält, während die dynamische Kraftausdauer dazu beitragen soll, dass innerhalb eines gewissen Zeitraumes eine Wiederholungszahl von Kraftstößen möglichst ohne Verkleinerung dieser Kraftstöße erbracht werden kann. Außerdem definieren die Begriffe Reizstärke, Reizdauer und Reizumfang die Größe einer Kraftausdauerleistung.
Das Training der Kraftausdauer ist in fast jeder Sportart sowohl auf Hobby-, Fitness- und Vereinsbasis sehr wichtig, vor allem dort, wo über einen längeren Zeitraum ein Krafteinsatz geleistet werden muss (Rudern, Klettern, Schwimmen). Wer seine Kraftausdauer trainieren will, sollte zunächst einmal seinen Maximalkraftwert (= größtmögliche Kraft, die man willkürlich gegen einen Widerstand ausüben kann) kennen. Je nachdem, für welchen Bereich man Kraftausdauer trainieren will, wählt man dann für seine Krafteinsätze Widerstände, die den oben beschriebenen Prozentsätzen der persönlichen Maximalkraft entsprechen. Wer im Fitness-Club oder im Sport-Verein seine Leistung verbessern möchte, sollte auf ein gezieltes Training der Kraftausdauer nicht verzichten.
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Fitness Lexikon K:
- Knochen (Skelettsystem)
- Komponenten der Koordination (Koordination)
- Kondition
- Konditionstraining für motorische Eigenschaften
- Kontraktion (Kraft)
- Körperfett
- Kraft
- Kraftausdauer (Kraft)
- Kraftausdauertrainingsmethode
- Krafttraining
- Kurz-, Mittel-, Langzeitausdauer (Ausdauer)
