Fitness und Sport

Muskelarten (Muskulatur)

Die kontraktilen Organe Muskeln lassen sich auf Grund ihrer histologischen Struktur und den Mechanismus der Kontraktion in zwei Klassen einteilen: in die glatte Muskulatur und die quergestreifte Muskulatur. Die glatte Muskulatur findet man in den Eingeweiden, während die quergestreifte Muskulatur für die Kontraktion der Skelettmuskulatur und des Herzmuskels verantwortlich ist.

Muskeln bestehen aus Muskelgewebe, das in Skelettmuskeln als Muskelfasern bezeichnet wird. Die Muskelfasern können weiter in verschiedene Typen unterteilt werden, um eine genauere Bestimmung der Muskelarten zu gewährleisten. Zu Grunde liegt hierbei die Tatsache, dass sich jeder Muskel aus roten und weißen Fasern zusammensetzt. Halte- und Stützmuskulatur, wie zum Beispiel die Bauchmuskulatur, weist einen hohen Gehalt roter Muskelfasern auf, während weiße Muskelfasern sich in schnell kontrahierenden Muskeln wie dem Bizeps befinden.

Statt der Begriffe rote und weiße Muskelfasern, kann man auch Bezeichnungen benutzen, die sich auf die Enzymaktivität der Muskulatur beziehen. Fasern des Typs 1 werden SO (slow oxidative fibers) genannt, da dort langsame Enzymaktivität und Oxidation stattfindet. Typ-2-Fasern bezeichnen Muskeln mit rascher Enzymaktivität, die FOG (fast oxidative glycolytic fibers) und FG (fast glycolytic fibers). Fasern des Typs 1 sind identisch mit roten Muskelfasern und Typ-2-Fasern entsprechen den weißen Muskelfasern.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, Muskeln nach ihrer Kontraktionseigenschaft zu unterscheiden. Man benennt hier ST-Fasern (slow twitch fibers), die keine hohen Kräfte entwickeln, aber sehr ausdauernd sind. FT-Fasern (fast twitch fibers) können dagegen höhere Kräfte entwickeln, sie ermüden dafür jedoch deutlich schneller.

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