Fitness und Sport

Schnelligkeitsausdauer (Schnelligkeit)

Die Schnelligkeit ist für jeden Fitness- und Vereinssportler eine wichtige konditionelle Fähigkeit. Unter Schnelligkeit versteht man die Fähigkeit des Körpers, auf einen Reiz oder ein Signal so schnell wie möglich zu reagieren oder mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit Bewegungen bei geringen Widerständen auszuführen. Man unterscheidet demnach zwischen Aktions- und Reaktionsschnelligkeit.

Die Aktionsschnelligkeit wird dadurch gebildet, dass sich Muskeln möglichst schnell kontrahieren und bewegen können, während die Reaktionsschnelligkeit auf einer möglichst kurzen Zeitdauer zwischen der Aufnahme eines Reizes und der Reaktion darauf basiert. Je nachdem, wie eine schnelle Bewegung abläuft, spricht man von zyklischer oder azyklischer Schnelligkeit.

Bei der zyklischen Schnelligkeit wird eine Abfolge von azyklischen Bewegungen mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt (z.B. ein Sprint), während bei der azyklischen Schnelligkeit nur einzelne Bewegungen möglichst schnell ausgeführt werden (z.B. ein Tennisschlag, Wurf, Sprung etc.).

Die Schnelligkeit ist neben Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit ein wichtiger Teil der konditionellen Fähigkeiten eines Sportlers. Schnelligkeitsleistungen können zwei- oder dreiphasig ablaufen: entweder erfolgt auf eine Beschleunigungsleistung eine Schnelligkeitsleistung (zweiphasig) oder auf eine Reaktionsleitung erfolgt zuerst eine Beschleunigungs- und dann eine Schnelligkeitsleistung (dreiphasig). Zweiteres ist z.B. charakteristisch für Wettläufe und Ballspielarten.

Das Schnelligkeitstraining sollte sich aus dem Training der Start-, Beschleunigungs- und Sprintschnelligkeit zusammensetzen, und auch die Koordination und Sprintausdauer sind wichtige Faktoren, um eine gute Schnelligkeit zu erreichen. Die geeignete Trainingsmethode für die Schnelligkeit ist die Wiederholungsmethode, bei der sich kurze Belastungsphasen mit langen Regenerationsphasen (ca. im Verhältnis 1:8) abwechseln.

Besonders wichtig ist es, sich vor dem Schnelligkeitstraining gut aufzuwärmen, damit die Muskeln bei starker Kontraktion nicht verletzt werden. Wer speziell für seine Sportart Schnelligkeit trainieren will, sollte zuvor die Bewegungsabläufe technisch gut beherrschen (z.B. eine Aufschlagbewegung beim Tennis), damit durch das Schnelligkeitstraining der technische Bewegungsablauf nicht in Mitleidenschaft gezogen wird und keine abgehackten und unsauberen Bewegungen entstehen.

[A] [B] [C] [D] [E] [F] [G] [H] [I] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [R] [S] [T] [U] [V] [W] [Z]


Fitness Lexikon S: