Fitness und Sport
Schnelligkeitstraining
Die Schnelligkeit stellt eine wichtige konditionelle Eigenschaft dar, über die jeder Hobby-, Vereins- oder Leistungssportler verfügen sollte. Durch gezieltes Schnelligkeitstraining kann man in der jeweiligen Sportart seine Leistung entscheidend verbessern. Wer also durch Schnelligkeitstraining seine Schnelligkeit steigern möchte, sollte zuvor einige Dinge über das richtige Training wissen.
Zunächst ist es einmal eine Voraussetzung, das Schnelligkeitstraining nur hoch motiviert und mit der Bereitschaft zu Höchstleistungen zu beginnen. Außerdem sollte man sich vor dem Training auch 15 bis 30 Minuten lang gründlich aufwärmen, um seine Muskeln durch schnelle Bewegungen und starke Kontraktionen nicht zu verletzen. Auch eine gute Dehnbarkeit der Muskeln ist eine wichtige Bedingung für ein optimales Schnelligkeitstraining.
Wer speziell für seine Sportart Schnelligkeitsübungen durchführen will, muss zuvor die entsprechenden technischen Bewegungsabläufe (Vorhand beim Tennis, Lauftechnik beim Sprint usw.) gut beherrschen, da diese sonst durch die schnellen Bewegungen abgehackt und verzerrt werden können.
Auch die Wahl der richtigen Trainingsmethode ist für ein gutes Schnelligkeitstraining von Bedeutung. Die Belastungsreize dürfen nicht zu lang dauern und zwischen den Belastungen muss genug Zeit liegen, um sich vollständig zu regenerieren.
Das Schnelligkeitstraining wird durch verschiedene Komponenten bestimmt: Start-, Beschleunigungs- und Sprintschnelligkeit sowie Koordination und Sprintausdauer. Auch die Reaktionsschnelligkeit sollte trainiert werden. Um die Beschleunigungs- und Sprintschnelligkeit zu trainieren, wählt man am besten eine Distanz von etwa 30 Metern und eine Belastungsdauer bis zu 5 Sekunden und führt 1-2 Serien zu 8-10 Wiederholungen durch, wobei die Pausen zwischen den einzelnen Wiederholungen und Serien nicht zu kurz ausfallen sollten (Verhältnis Belastung/Pause mind. 1:8).
Das Koordinationstraining hat das Ziel, Agonisten und Antagonisten besser aufeinander abzustimmen und auch die Fähigkeit zu üben, mehrere Bewegungsabläufe gleichzeitig durchführen zu können; dies kann z.B. durch Übungen erfolgen, bei denen man gleichzeitig in einer bestimmten Laufart (seitwärts, rückwärts usw.) laufen muss und mit den Armen verschiedene Bewegungen ausführt.
Moderne technische Hilfsmittel, wie z.B. die Video-Analyse, können das Schnelligkeitstraining zusätzlich optimieren. Jede Sportart hat zudem ihre spezifischen Schnelligkeitsanforderungen, die man regelmäßig trainieren sollte, um beim Wettkampf im Verein, Club oder auf nationaler und internationaler Ebene bestehen zu können.
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