Fitness und Sport

Superkompensation

Die so genannte Super- oder auch Überkompensation bezeichnet die Leistungssteigerung durch den Einsatz wirkungsvoller Regenerationsphasen. Sie bedeutet also eine Steigerung des Leistungsniveaus, welches durch ein ergiebiges Zusammenspiel aus Trainingsbelastung sowie anschließender Erholungsphasen erzeugt werden kann.

Das Prinzip der Superkompensation beruht auf der leistungssteigernden Wirkung sinnvoller Trainingspausen. Denn während der Erholungsphasen werden die Energiereserven nicht nur in dem Maße aufgefüllt, dass sie eine Erbringung des bisherigen Leistungsniveaus ermöglichen. Vielmehr werden Energiepotentiale aufgebaut, welche die Leistungsfähigkeit noch über das ursprüngliche Ausgangsniveau hinaus steigern.

Das Prinzip der Überkompensation basiert also auf einer Art Vorratsökonomie. Denn der Organismus erhöht beständig sein Leistungsniveau, so dass er zukünftige Belastungen ökonomischer, also effizienter, bewältigen kann.

Durch diesen gesamten Verlauf aus Leistungssteigerungen, Stabilisierung des erhöhten Niveaus und folgender erneuter Steigerung, erfolgt ein Anpassungsprozess. Denn die Nutzung dieses erzielten höheren Leistungsniveaus als Ausgangspunkt jeder neuen Trainingseinheit führt zu beständiger Leistungssteigerung. So verschiebt sich auch der untere Schwellenwert entsprechend der Superkompensation nach oben.

Entscheidend für den Erfolg der Superkompensation ist jedoch die richtige Dauer der Erholungsphasen. Sind sie zu lang, verliert sich der erhoffte Trainingseffekt. Ebenso ruiniert jedoch auch ein zu intensives Training mit zu wenigen Regenerationsoptionen die positiven Trainingseffekte der Superkompensation.

Deshalb kann nur unter Berücksichtigung des individuellen Ausgangszustands von körperlicher Verfassung und Leistungsniveau eine optimale Abstimmung von Belastungs- und Erholungsphasen erfolgen und somit die Superkompensation optimal ausgenutzt werden.

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