Fitness und Sport

Überkompensation

Überkompensation (siehe auch Superkompensation) ist ein Phänomen, das nicht nur bei Leistungssportlern, sondern auch bei Freizeitsportlern auftritt. Als Überkompensation bezeichnet man die Anpassung des Körpers an den Trainingsumfang und eine stufenartige Steigerung der eigenen Leistung.

Nach einem intensiven Training, bei dem der Sportler bis an seine Grenzen geht und den Sport auch als wirkliche körperliche Belastung wahrnimmt, werden zunächst die Energiereserven des Körpers wieder aufgefüllt, es findet eine Kompensation statt. Unser Körper geht in diesem Fall jedoch noch einen Schritt weiter und legt über den alten Umfang hinaus zusätzliche neue Reserven an, um auf die nächste Belastung besser vorbereitet zu sein, damit sie nicht wieder an die Substanz geht. Durch diesen Mechanismus kann der Sportler nach einer ausreichenden Trainingspause sein Leistungsniveau stetig steigern. Überkompensation findet beispielsweise auch nach einem Knochenbruch statt. Der Körper lässt die Bruchstelle nicht einfach nur zusammenwachsen, sondern macht diese Stelle besonders stark, um sie vor neuen Brüchen zu schützen.

Die Überkompensation vollzieht sich in einem Zyklus aus sportliche Belastung, Ermüdung und Leistungsabfall, Erholung und schließlich Überkompensation. Diese Phasen müssen individuell auf den Sportler zu geschnitten werden und sich in den richtigen Abständen abwechseln.

Damit der Körper nach den Trainingseinheiten seine Leistungen steigern kann, muss der Trainingsumfang kontinuierlich vergrößert werden und die Pausen, die der Körper zur Regeneration braucht, müssen dringend eingehalten werden, sonst kann es zu einem Übertraining kommen.

In der Praxis kann auch der Fall eintreten, dass sich über einen Zeitraum keine Überkompensation und damit auch keine Leistungssteigerung bemerken lässt. Wurde das Training aber planmäßig durchgeführt, besteht die Möglichkeit, dass es sich nur um eine Verzögerung handelt und die Leistung dann vermehrt zunimmt. Meistens tritt dieser Fall einer späteren Umwandlung nach einem besonders intensiven Training oder nach Turnieren ein.

Wenn überhaupt keine Überkompensation stattfindet, ist vielleicht der Trainingsumfang zu gering oder die Erholungspausen zu lang. Eine Umstellung des Trainings ist dann ratsam, um die positiven Effekte der Überkompensation nutzen zu können.

Weiter sollte auch beachtet werden, dass der Körper nach intensiven Trainingsbelastungen, immer weniger Zeit braucht, um sich zu erholen. Sobald die Pausen zu kurz werden, muss die Belastung höher gesetzt werden, damit wieder eine Überkompensation erfolgen kann.

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