Fitness und Sport

Übertraining

Als Übertraining bezeichnet man eine Störung des vegetativen Nervensystems bei Sportlern, die ein zu intensives und/oder ein zu langes Training hinter sich haben und nicht genug Pausen für die Erholung des Körpers eingelegt haben.

Wenn man nach einem harten Training nur eine kurze Pause macht und dann intensiv weiter trainiert, kommt es zum Übertraining, d.h. erst zu einer Leistungsstagnation und in der Folge sogar zum Leistungsabfall.

Es gibt zwei unterschiedliche Formen des Übertrainings:

1. Sympathisches Übertraining: Tritt vor allem bei Sportarten auf, die durch eine kurze, jedoch sehr intensive Belastung gekennzeichnet sind. Die Symptome sind ein erhöhter Ruhepuls am Morgen, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit bis hin zu Aggressivität, sowie eine stärkere Verletzungs- und Infektionsgefahr. Der Sympathikus ist als Teil des Nervensystems dafür zuständig, dass während der Belastung genügend Blut in das Gewebe kommt und der Puls steigt.

2. Parasympathisches Übertraining: Diese Form tritt verstärkt bei Ausdauersportarten auf, also bei längeren kontinuierlichen Belastungen. Die Symptome fallen auf den ersten Blick nicht auf, kennzeichnend ist ein zu niedriger Ruhepuls am Morgen, eine rasche Abnahme der Herzfrequenz nach dem Training und allgemeine Lustlosigkeit. Der Parasympathikus ist der Gegenspieler des Sympathikus und sorgt für die Erholung. Außerdem bringt er das Blut aus dem Gewebe wieder zurück und achtet darauf, dass der Puls wieder sinkt.

Sobald ein Übertraining erkannt wird, sollte man eine Trainingspause ansetzen, damit der Körper sich in Ruhe erholen kann. Am besten setzt man so lange mit dem Training aus, bis man wieder einen normalen Ruhepuls am Morgen erreicht. Empfehlenswert sind in dieser Phase Entspannungshilfen wie Sauna, Whirlpool, Massagen und leichtes Stretching. Außerdem sollte man sich keine Stresssituationen aussetzen, weil Stress einen starken Einfluss auf den Körper hat und eine nicht geringe Rolle beim Übertraining spielt. Es ist wichtig zu lernen, wie man mit Stress richtig umgeht und gelassen reagieren kann.

Weiter sollte man großen Wert auf eine ausgewogene und auf den Sport abgestimmte Ernährung legen, denn die falschen Lebensmittel können ein Übertraining begünstigen.

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