Fitness und Sport

Vitalkapazität

Die Vitalkapazität ist eine Messgröße für die Lungenfunktion und das Lungenvolumen. Gemessen werden kann dabei entweder nur das Luftvolumen der Lunge selbst, wobei in diesem Fall von statischer Vitalkapazität gesprochen wird, oder aber welche Luftmengen bei der Ein- und Ausatmung bewegt werden. Im zweiten Fall spricht man von dynamischer Vitalkapazität.

Die statische Vitalkapazität wird noch weiter untergliedert in expiratorische und inspiratorische Vitalkapazität. Hier sind die Luftmengen, die bei stärkster Anstrengung auf einmal ausgeatmet oder eingeatmet werden können gemeint. Zur dynamischen Vitalkapazität zählt ferner die forcierte Vitalkapazität. Gemessen wird sie anhand des Luftvolumens, das bei maximaler Einatmung stoßweise (forciert) ausgeatmet werden kann.

Die Vitalkapazität wird mit Hilfe von Geräten gemessen, in welche die betreffenden Personen hineinatmen müssen. Die Atmung durch die Nase sollte dabei durch eine Nasenklemme verhindert werden. Da die Messung der Vitalkapazität auch Spirometrie genannt wird, heißen die entsprechenden Geräte im Fall der statischen Vitalkapazität auch Spirometer. Messungen der dynamischen Vitalkapazität nimmt man hingegen mit Pneumatographen oder Flowmetern vor.

Die statische Spirometrie ist die Basis jeder Lungenfunktionsprüfung und als solche eine grundlegende Diagnosetechnik in der Inneren Medizin. Im Bereich der Sportmedizin kann eine Messung der Vitalkapazität Aufschluss über die Sporttauglichkeit oder Sportbelastbarkeit eines Trainierenden geben. Da das Organ Lunge jedoch eine hohe funktionelle Reserve besitzt, sind auch bei eingeschränkter Vitalkapazität gute sportliche Leistungen möglich. Deshalb ist die Vitalkapazität keine eindeutige Messgröße für die Leistungsfähigkeit, auch wenn Ausdauersportler eine deutlich erhöhte Vitalkapazität von bis zu 7 Litern aufweisen. Bei untrainierten Personen werden hingegen bloß 3-4 Liter Vitalkapazität gemessen. Dennoch kann lediglich bei bestimmten Sportarten direkt von der Vitalkapazität auf die Eignung eines Sportlers geschlossen werden. Dies ist etwa beim Schwimmen oder Tauchen der Fall, da hier im Sport der normale Atemrhythmus unterbrochen wird. Die Messwerte, die man beim Ermitteln der Vitalkapazität erhält, sind von Geschlecht, Körpergröße, Alter und Konstitution abhängig, und müssen anhand eines für den Probanden individuell errechneten Normalwertes beurteilt werden.

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