Fitness und Sport
Ruderergometer
Der Ruderergometer ähnlich aufgebaut wie ein Ruderboot ermöglicht, gleich dem Fahrrad-Ergometer, ein ganzjähriges Training im geschlossenen Raum. Während man sich beim Rudern auf einem in der Ebene gleitenden Rollsitz vor und zurück bewegt, sind die Füße im meist feststehenden Stemmbrett fixiert. Die Kraft aus der Ruderbewegung wird auf ein Querholz übertragen, das mit einem Luft- oder Wasserrad verbunden ist, welches als Bremse fungiert. Auf einem Display sind von einem integrierten Computer errechnete Werte wie Durchschnittszeiten oder Schlagzahlen abzulesen. Für regelmäßig stattfindende Ruderergometer-Wettkämpfe werden die einzelnen Computer zusammengeschlossen, was einen direkten Vergleich der Leistung ermöglicht.
Studien sprechen dafür, dass das Training auf einem Ruderergometer in punkto Stoffwechselaktivierung und Effizienz des Kreislauftrainings anderen Ausdauersportarten wie Spinning oder auch dem Laufen auf dem Laufband überlegen ist, da auf dem Ruderergometer 80% der Körpermuskelmasse beansprucht werden. Neben einem effektiven Schulter-, Oberarm- und Oberschenkeltraining steigt die Pulsfrequenz auf dem Ruderergometer schneller an als auf Fahrrad oder Laufband und verbleibt auch unter ähnlichen Belastungsbedingungen während des gesamten Trainings auf einem höheren Level. Außerdem stellt der Ruderergometer relativ hohe Ansprüche an das Koordinationsvermögen der Rudernden.
Aus sportmedizinischer Sicht stellt das pulskontrollierte, von einem geschulten Trainingsleiter überwachte Training auf dem Ruderergometer ein sehr wirksames Werkzeug zur positiven Beeinflussung des Herz-Kreislaufsystems und der Koordination dar.
