Fitness und Sport
Hackenschmittkniebeugemaschine
Die Hackenschmidt-Kniebeugen-Maschine ist benannt nach Dr. Hackenschmidt und besteht aus einem Metallrahmen mit Schrägseite. An dieser Schräge kann auf zwei Schienen ein Schlitten auf und ab bewegt werden, an den sich der Trainierende mit dem Rücken anlehnt und an dem oben zwei Schulterpolster angebracht sind, gegen die sich mit Hilfe der Beinkraft gestemmt wird.
Mit Hilfe der Hackenschmidt-Maschine werden die unteren Oberschenkel trainiert. Die Übungen, die zu diesem Zweck ausgeführt werden, ähneln den normalen Kniebeugen, wobei der Widerstand gegen den Schlitten, der mit Polstern auf den Schultern ruht, mit zusätzlichen Gewichten verstellt werden kann.
Kniebeugen sollten auf der Hackenschmidt-Maschine mit geschlossenen Füßen ausgeführt werden, wobei die Fußspitzen etwas nach außen zeigen müssen. Der Trainierende atmet beim Herunterlassen des Schlittens aus und beim Hochdrücken desselben wieder ein.
Bedingt durch die Schräglage werden bei dieser Übung weniger Muskelgruppen als bei normalen Kniebeugen trainiert. Das Training mit der Hackenschmidt-Maschine dient hauptsächlich der Kräftigung des Quadrizeps (vorderer Oberschenkel), während normale Kniebeugen zusätzlich den Beinbizeps, die Gesäßmuskulatur, den unteren Rücken, die Waden und sogar den Bauch trainieren.
Weil die Beine bei der Hackenschmidt-Übung am untersten Punkt der Bewegung einen viel spitzeren Winkel bilden als bei der normalen Kniebeuge, trainiert man mit der Hackenschmidt-Maschine sozusagen nur den unteren Teil der Kniebeuge.
Man kann die Hackenschmidt-Maschine auch für das Wadentraining nutzen, wenn man sich statt mit dem Rücken mit dem Bauch auf den Schlitten legt und nur die Fußspitzen aufsetzt. Anschließend führt man die gleiche Bewegung wie beim Wadenwippen im Stehen aus. Bei dieser Variante des Wadentrainings ist aber darauf zu achten, dass der Rücken gerade gehalten wird.
Im Vergleich zur normalen Kniebeuge schont die Kniebeuge auf der Hackenschmidt-Maschine den Rücken. Beim Training ist jedoch auch hier Vorsicht geboten: Wegen des hohen Dehnungseffektes können bei hohen Gewichten die Knie Schäden davontragen. Man sollte deshalb unbedingt auf genügend Aufwärmung vor dem Training achten. Die Hackenschmidt-Maschine sollte zudem nur hin und wieder als Ergänzung zur Kniebeuge in das Beinprogramm mit aufgenommen werden. Kritiker sehen jedoch nicht nur bei der Hackenschmidt-Maschine, sondern auch bei der normalen tiefen Kniebeuge mit Langhantel die Gefahr, dass der Lendenwirbelbereich und das Knorpelgewebe hinter der Kniescheibe zu stark belastet werden.
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