Fitness und Sport

Funsport

Spaßsport – dies ist der Vorschlag des Vereins deutscher Sprache für den Scheinanglizismus Funsport. Am Gehalt des Wortes ändert sich jedoch nichts, egal ob man nun den englischen Begriff Funsport verwendet oder seine eingedeutschte Version.

Im Vordergrund steht bei den Funsportarten wie der Name schon sagt ganz klar der Spaß, das Abenteuer und das Erleben. Dadurch will sich Funsport ganz klar abgrenzen von anderen Sportarten, bei denen Erfolgs- und Leistungsdruck immer mit von der Partie sind.

Meist handelt es sich bei Funsport nicht um Mannschaftssport, sondern um Einzelsportarten. Nicht selten geht so eine Trendsportart (kann als Synonym zu Funsport gebraucht werden) aus schon existierenden Sportarten hervor. Dabei werden häufig verschiedene Praktiken kombiniert, um neue Konzepte zu erarbeiten. Oft geht es beim Funsport darum, bestehende Sportarten in Extremvarianten auszuüben – man denke hierbei nur an Free-Ride-Skifahrer oder -Snowboarder.

Aber auch Weiterentwicklungen oder Umgestaltungen kommen vor. In diesem Sommer soll mit den Powerriser eine neue Funsportart den deutschen Markt erobern. Nachdem der Inlinesport nach seinem Boom in den 1990ern nun wieder etwas an Popularität verloren hat – solche Einbrüche impliziert ja schon die Bezeichnung Trendsportart – will man nun höher und weiter hinaus. Diese High-Tech-Siebenmeilenstelzen, die man am Fuß und an den Knien festmacht, ermöglichen einem Sprünge von zwei Metern Höhe und bis zu fünf Metern Weite. Bleibt abzuwarten, ob die Deutschen genauso sprungfreudig sind wie die Japaner und die US-Amerikaner und ob sich dieser Trend auch bei uns durchsetzt.

Als weitere Beispiele für solche Trendsportarten kann man Wakeboarden (entstanden aus Surfen und Snowboarden), Kite-Surfen, Frisbee, Dirtsurfing (eine Mischung aus Snowboard und Windsurfen; allerdings nicht im Wasser sondern an Land nach dem Prinzip einer Inline-Radaufhängung betrieben) oder auch ganz skurrile Aktivitäten wie Bobby-Car-Racing oder Gummistiefelweitwurf anführen.

Wie erwähnt steht beim Funsport eben das Abenteuer und die Extremisierung des Sports im Mittelpunkt. Dennoch kann die Abgrenzung des Funsports zu herkömmlichen Sportarten im Bezug auf die Leistungsorientierung nicht ganz so deutlich gezogen werden. Denn auch bei den Fun- oder Trendsportarten gibt es Wettbewerbe, beispielsweise in der Surfer- oder Snowboarder-Szene. Allerdings lässt sich die Tendenz feststellen, dass es bei diesen Trend- oder Funsportarten nicht nur um den Sport an sich geht, sondern um eine ganze Lebenseinstellung. Diese drückt sich dann auch in der Musikwahl oder im Kleidungsstil der Funsportler aus und vermittelt eine gewisse Gruppenzugehörigkeit.