Fitness und Sport
Golf
Von Leistungssportlern wird Golf als Sport manchmal belächelt, aber Bewegung an der frischen Luft hat trotz allem noch niemandes Gesundheit geschadet. Und Golf ist durchaus ein Sport, der einer gewissen Kondition und körperlicher Fitness bedarf. Die beim Schlag bzw. beim Golfen besonders beanspruchten Muskelpartien in Arm, Schulter, Rücken und Bein müssen gut trainiert sein, um dem Golfsport richtig ausüben zu können.
Das Ziel des Golfspiels ist, mit möglichst wenigen Schlägen mit dem Golfschläger einen Ball in ein in der Regel mehrere hundert Meter entferntes Loch zu befördern. Das Spielfeld auf einem Golfplatz umfasst 18 Spielbahnen, die insgesamt über 7.000 Meter lang sein können. Für den Fall, dass der Ball beim Spiel nicht mehr aufgefunden werden kann, gibt es Regeln, nach denen trotzdem weitergespielt werden kann. Meist werden dann Strafschläge zu den eigentlichen Schlägen hinzugerechnet.
Die Schlagzahl bis zum Einlochen des Balles wird Score genannt. Sie wird auf der vorgefertigten Scorekarte notiert. Die Einstiegsbarriere zum Golfsport war lange Zeit sehr hoch. Bau und Unterhalt von Golfplätzen sind sehr teuer und die Aufnahme und Jahresgebühren für ihre Benutzung waren deshalb sehr hoch. Die Golfausrüstung war ebenfalls nicht gerade billig, da sie früher aus England importiert wurde.
Heutzutage gibt es jedoch viele öffentliche Golfplätze und auch die meisten privaten Golfclubs haben ihre Plätze für Tagesgäste geöffnet. In Deutschland muss man die so genannte Platzreife (PR) oder Platzerlaubnis (PE) erwerben, um auf Golfplätzen spielen zu dürfen. Zur Erlangung der Platzreife werden in Golfclubs Kurse angeboten, in denen die Grundlagen des Spiels erklärt werden. Eine Platzerlaubnis gilt jedoch zunächst nur für den Golfclub, bei dem sie erworben wurde. Erst wenn man ein offizielles Handicap vorweisen kann, ist man automatisch auch auf anderen Plätzen zugelassen.
Das so genannte Handicap im Golf ist eine Kennzahl, welche in etwa beschreibt, wie gut ein Spieler ist. Bei manchen Golfclubs werden zu Stoßzeiten nur Spieler mit einem bestimmten Mindest-Handicap auf dem Platz zugelassen, um diesen einen geordneten Spielbetrieb zu ermöglichen. In Deutschland kann man auch ohne Mitglied in einem traditionellen Golfclub zu sein, etwa als Mitglied der Vereinigung clubfreier Golfspieler, ein Handicap führen.
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