Fitness und Sport

Kegeln

Kegeln ist die nicht ganz so populäre deutsche Variante vom amerikanischen Bowling. Drei große Unterschiede differenzieren die beiden verwandten Sportarten: Als Ziel steht beim Kegeln ein Pin weniger auf der Bahn, die Bahn selbst wird nicht geölt und die Kugeln sind leichter und kleiner. Deshalb haben die meisten Kugeln auch keine Löcher. Nur für Kinder oder Spieler mit zu kleinen Händen werden auch die Kegel-Kugeln mit Löchern versehen.

Kegeln kann man in Deutschland hauptsächlich in Vereinen oder Freizeitclubs. In den Vereinen wird mit den Vereins-Kollegen und einem Trainer an der technischen Raffinesse gearbeitet. Beweisen können die Vereinsspieler ihr Können auf Turnieren, Vereinsmeisterschaften und Ligaspielen.

Kegeln hat im Vergleich zum Bowling eher den Ruf, von älteren Herrschaften gespielt zu werden. Das liegt unter anderem daran, dass es den Einzug ins Abendprogramm der jüngeren Generationen noch nicht geschafft hat. Es gibt noch kein Pendant zum Disko-Bowling, wo mit Musik, Lichtshow und Cocktails gegeneinander und miteinander angetreten wird. Auch sind die Bahnen nicht so flexibel buchbar. Ist man kein Vereinsmitglied, so muss man bei den meisten Lokalitäten, die häufig Vereinsräume sind, eine Bahn für den ganzen Abend mieten, wohingegen beim Bowling stundenweise abgerechnet wird. Durch diese teuren Startbedingungen kommen viele junge Leute gar nicht erst auf die Idee in einen Kegel-Verein einzutreten, obwohl sie vielleicht große Talente wären.

Und das obwohl Kegeln ein Sport für jedermann ist. Weil beim Kegeln keine großen körperlichern Anforderungen an die Vereins- und Hobbyspieler gestellt werden, gibt es prinzipiell auch kaum jemanden, der den Sport nicht ausüben kann. Bedingung ist allerdings so viel Beweglichkeit, dass die Kugel nicht aus dem Stand fallen gelassen werden muss, sondern sie sanft auf der Bahn abgesetzt werden kann. Wer steife oder schlecht bewegliche Knie hat, ist mit der Sportart Kegeln nicht gut beraten. Trainiert werden beim Kegeln bei richtiger Haltung Beine, Rücken und Arm- und Fingermuskeln im Wurfarm.