Fitness und Sport
Koordinationstraining
Die Koordinations- und Reaktionsfähigkeit stellt neben der Kraft eine wichtige Komponente der individuellen motorischen und sportlichen Handlungsfähigkeit dar. Als Koordination bezeichnet man das Zusammenspiel der Skelettmuskeln, angepasst an die jeweilige Anforderungssituation. Die Abstimmung innerhalb eines Muskels oder zwischen mehreren Muskeln geht vom Zentralnervensystem aus.
Koordinationstraining bezeichnet die Fähigkeit, das neuromuskuläre System, bestehend aus sensiblem und motorischem Nervensystem sowie dem Bewegungsapparat, zur Durchführung komplexer Bewegungsmuster abzustimmen. Eine gute Koordination ist Voraussetzung für effektive Bewegung und damit für das Erreichen sportlicher Ziele und stellt gleichzeitig eine sinnvolle Verletzungsprophylaxe dar.
Sporttechnische und sportartspezifische Fähigkeiten bauen auf gelernten Bewegungsabfolgen auf und werden durch Training weiter ausgebildet. Koordinatorische Leistungssteigerung wird vor allem durch Gymnastik, Boden- und Geräteturnen, Gleichgewichtsübungen oder fernöstliche Kampfsportarten wie Tai Chi erzielt. Aber auch alle Formen von Tanz und Ballsportarten haben einen hohen koordinativen Anteil. Koordinationstraining arbeitet mit sportwissenschaftlichen, physiotherapeutischen und sportpraktischen Erkenntnissen und bietet sportartübergreifende Trainingsinhalte für den Nachwuchs- wie für den Spitzenbereich. Bei jeder Sportart liegt der Schwerpunkt des Koordinationstrainings jedoch woanders.
Für die Verbesserung des Balancegefühls gibt es Hilfsmittel wie die MFT-Discs und Boards, die auf dem Prinzip eines instabilen Untergrunds basieren. In Fitnessstudios, Vereinen oder Clubs wird man Sie gerne mit der Funktionsweise dieser Geräte vertraut machen. Fast überall werden auch Kurse für Koordinationstraining angeboten.
Generell eignet sich Koordinationstraining für jeden. Besonders empfohlen sei Koordinationstraining jedoch bei Krankheiten, die mit fortschreitendem Alter einhergehen, wie zum Beispiel bei Rückenproblemen, Einschränkungen der Sinnesorgane (z.B. Hör- oder Sehverlust) oder auch Demenz. Denn gerade im Alter lässt die Fähigkeit zu koordinieren nach und dieses kann zu bösen Stürzen führen.
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