Gesundheit

Herz-Kreislauf-Beschwerden

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind heute in den Industrieländern die Haupttodesursache. Fast die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland wird auf Krankheiten des Kreislaufsystems zurückgeführt. Herz-Kreislauf-Beschwerden sind jedoch nicht immer mit einer Krankheit verbunden, denn hauptsächlich führt die mit dem Alter zunehmende Arteriosklerose zu einem Anstieg des Risikos für Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Durchblutungsstörungen. Der bedeutendste Risikofaktor für das Herz-Kreislaufsystem ist der Bluthochdruck (arterielle Hypertonie), der zu den häufigsten chronischen Erkrankungen zählt.

Herz-Kreislauf-Beschwerden sind nicht immer mit einer Krankheit verbunden. Bei extremer Sonne, bei starkem Gewichtsverlust oder bei Schlafmangel kann es auch zu Schwindelgefühlen, Sehstörungen oder Herzrasen kommen. Nicht krankhaft bedingte Herz-Kreislauf-Beschwerden treten in der Regel nur akut, also über einen kurzen Zeitraum auf.

Die häufigsten Ursachen für chronische Herz- und Kreislauf Beschwerden sind hoher Blutdruck (Hypertonie), zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) und das Nachlassen der Leistungsfähigkeit des Herzens (Herzmuskelschwäche, Herzinsuffizienz).

Bluthochdruck wird häufig zu spät diagnostiziert, was zu fatalen Folgen führen kann. Ein jahrelang bestehender Bluthochdruck schädigt die Blutgefäße und erhöht das Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Herzerkrankungen und einem Schlaganfall.

Zu niedriger Blutdruck kann zu kurzen Herz-Kreislauf-Beschwerden führen, die vor allem beim Wechsel zwischen Sitzen oder Liegen zum Stehen auftreten. Schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen beim niedrigen Blutdruck eher selten. Nach den Richtlinien der Deutschen Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks liegt der ideale Blutdruckwert bei 120/80 mmHg.

Bei einem Nachlassen der Leistungsfähigkeit des Herzens, nimmt die Pumpleistung und somit die Sauerstoffversorgung des Herzens ab. Bei einer linksseitigen Herzschwäche staut sich Blut und Flüssigkeit in der Lunge, wodurch es zu Atemnot kommt. Bei einer rechtsseitigen Herzschwäche staut sich das Blut in den Venen, was eine Funktionsstörung der Organe zur Folge haben kann.

Typische Anzeichen bei Herz- und Kreislauf-Beschwerden sind Müdigkeit und Leistungsschwäche, Schwindelgefühle, Herzklopfen und unregelmäßiger Puls. Stärkere Symptome sind Übelkeit und Kopfschmerzen, die teilweise zu Sehstörungen und zur Ohnmacht führen. Ein bedrohliches Anzeichen ist der Druck auf der Brust, das auf Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen hinweist und unverzüglich ärztlich behandelt werden muss.

Vorbeugen kann man Herz- und Kreislaufstörungen durch den Kreislauf stabilisierende Maßnahmen. Es wird empfohlen sich regelmäßig durch Sport, Spazierengehen oder weiteres körperliches Training zu bewegen. Morgens kann der Kreislauf beispielsweise durch Wechselduschen und Trockenbürstenmassagen in Schwung gebracht werden. Vor allem wird jedoch das Abbauen von Übergewicht empfohlen, da ein normales Körpergewicht für die Leistungsfähigkeit des Herzens sehr wichtig ist. Auch hier spielt der Sport wieder eine wichtige Rolle, denn eine dauerhafte Gewichtsreduktion kann in der Regel nur über eine gesunde Ernährung in Kombination mit Sport (am besten Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen oder Radfahren) erreicht werden.