Wellness

Lichttherapie

Wer im Winter unter einem Stimmungstief leidet, kann sich durch eine Lichttherapie helfen lassen. Bei der Lichttherapie handelt es sich um eine Therapieform, deren Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist. So können durch eine Lichttherapie z.B. die Symptome einer Depression gelindert werden.

Wie wirkt Licht auf den Menschen?

Licht beeinflusst das Leben von Mensch und Tier. Unsere innere Uhr wird durch Licht beeinflusst. Im Herbst, wenn die Tage wesentlich kürzer werden, bewirkt der Lichtmangel eine höhere Produktion von dem Hormon Melatonin in unserem Körper, welches für den Schlafbedarf zuständig ist. Durch diesen eingespielten Mechanismus werden wir müde, sobald es dunkel wird. Ein erhöhter Melatoninspiegel kann allerdings auch zu Depressionen führen. Häufige Depressionen bei Menschen sind saisonabhängige Depressionen (SAD, Winterdepression). Mit Lichttherapie kann man diese erfolgreich behandeln.

Die Ursache jeder Depression ist der Serotoninmangel. Es handelt sich dabei um einen Gehirnbotenstoff, welcher für die Informationsübermittlung von Gehirnzelle zu Gehirnzelle zuständig ist. Durch Lichttherapie kann man den Serotoninspiegel wieder in Einklang bringen.

Welche Art von Licht ist am besten für die Therapie geeignet?

Das natürliche Sonnenlicht oder nachempfundenes helles Licht einer Lampe eignet sich für die Lichttherapie am besten. Der Mensch benötigt mindestens 2.000 Lux, damit die Lichttherapie eine erfolgreiche psychologische Wirkung erzeugen kann. Diese Menge kann man ungefähr mit einem Blick aus dem Fenster an einem Frühlingstag vergleichen. Die übliche Beleuchtung in einem Raum beträgt ungefähr 300 bis 800 Lux.

Wo kann man die Lichttherapie nutzen?

Ärzte und Therapeuten benutzen in Kliniken und Arztpraxen die Lichttherapie zur Behandlung ihrer Patienten. Manche von ihnen bieten auch Lichttherapie-Lampen zum Verleih an. Man kann sich aber auch seine eigene Lichttherapie-Lampe in einem Sanitätshaus kaufen oder direkt vom Hersteller besorgen. Vorher sollte man aber in jedem Fall mit seinem Hausarzt sprechen.