Wellness
Lymphdrainage
Die Lymphdrainage ist eine manuelle Therapie, die dazu dient, den Abtransport der Lymphflüssigkeit aus dem Körpergewebe zu fördern. Das Lymphsystem ist ein sekundäres Transportsystem des Körpers, dieses transportiert Nährstoffe, vor allem Fette, durch den Körper. Bekannter ist seine Funktion weiße Blutzellen zu verteilen, die Keime bekämpfen, und deshalb eine wichtige Rolle im menschlichen Immunsystem spielen.
Das Lymphsystem ist mit dem Blutkreislauf verbunden, bildet aber kein geschlossenes System, sondern leitet das Gewebswasser, die Lymphe, zu den Zellen, und wieder zurück zum Blutgefäßsystem. Auf dem Weg passiert die Lymphflüssigkeit viele Lymphknoten, die sich unter anderem unter den Achselhöhlen, der Brust und im Hals befinden, dort wird das Blut gereinigt.
Bei einer Krankheit bekämpfen keimtötende Zellen hier die Eindringlinge, wie Bakterien und sogar Krebszellen. Bei einer starken Grippe oder einer Verletzung wird jeder schon einmal verdickte Lymphknoten bei sich bemerkt haben. Nach einer Operation oder einer Verletzung kann dieses Lymphsystem unterbrochen werden, die Lymphflüssigkeit staut sich dann, Schwellungen und Ödeme entstehen.
Die Lymphdrainage behandelt diese Stauung der Körperflüssigkeit, die oft nach Brustkrebsoperationen, bei der die Achsellymphknoten entfernt wurden, auftreten. Aber auch bei einer angeborenen Schwäche der Lymphgefäße kann sich die Flüssigkeit stauen, was sich in einem Anschwellen, zum Beispiel der Arme oder Beine, äußern kann.
Die manuelle Lymphdrainage, die in ihrer heutigen Form maßgeblich von den Ärzten Dr. Asdonk, Dr. Földi und Dr. Vodder entwickelt wurde, wird von speziell ausgebildeten Physiotherapeuten, Masseuren und Krankengymnasten angewendet. Sie streichen bei der Lymphdrainage mit rhythmisch kreisenden Griffen entlang der Lymphbahnen und leiten so die gestaute Flüssigkeit aus dem Gewebe Richtung Lymphabfluss aus. Der vormals gestaute Bereich kann sich wieder entspannen und regenerieren, was für die Patienten als besonders wohltuend empfunden wird.
Die Behandlung der Lymphdrainage kann noch aktiv unterstützt werden, indem man zum Beispiel die Beine, wenn diese betroffen sind, so oft wie möglich hochlegt, oder den Lymphfluss durch Radfahren oder Schwimmen anregt. Die Lymphdrainage wird, bei echtem Bedarf, von den Krankenkassen ersetzt.
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