Wellness

Schröpfen

Das Schröpfen ist ein ausleitendes Heilverfahren, das seinen Ursprung sowohl in der alten westlichen Medizin als auch in der traditionellen chinesischen Medizin hat. Schon im Mittelalter war das Schröpfen bei uns eine gängige Behandlungsmethode, die selbst vom einfachen Bader ausgeführt wurde. Das Schröpfen gilt als eines der ältesten ausleitenden Verfahren.

Die heute bei uns angebotene Form des Schröpfens ist meist näher mit der traditionellen chinesischen Medizin verbunden. Beim Schröpfen werden Giftstoffe ausgeschwemmt, die Durchblutung wird gefördert und das Immunsystem angeregt. Nach der traditionellen chinesischen Medizin wird durch das Schröpfen das Qi, die Lebensenergie, wieder in Gleichgewicht gebracht. Die Schröpfzonen befinden sich dabei meistens auf dem Rücken und werden nach dem gleichen Prinzip wie die Akupunkturpunkte ausgewählt.

Das Schröpfen hat sich besonders bei Migräne, Rheuma, Entzündungen des Halses, Bluthochdruck und Bandscheibenproblemen bewährt. Aber auch bei Nierenschwäche wird diese alte Form der Behandlung angewandt. Es werden zwei verschiedene Formen des Schröpfens unterschieden: Das trockene und das blutige Schröpfen.

• Beim trockenen Schröpfen wird das Schröpfglas mit einem mit brennbarer Flüssigkeit getränkten Wattebausch, der angezündet wird, erhitzt. Der brennende Wattebausch wird dazu kurz ins Innere des Glases gehalten. Dann wird der Schröpfkopf schnell auf die zu behandelnde Stelle gesetzt. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der die Haut etwas in das Glas einzieht. An den Schröpfstellen entsteht danach eine runde gerötete Stelle.

• Beim so genannten blutigen Schröpfen wird die Haut der zu behandelnde Stelle noch vorher angeritzt, und so tritt beim anschließenden Schröpfen etwas Blut aus, was die Wirkung noch steigern soll.

Obwohl das Schröpfen eine sehr alte Heilmethode ist, wird ihre Wirksamkeit nicht von allen Medizinern uneingeschränkt anerkannt.