Wellness

Wassertreten

Das Wassertreten ist ein Teil der Hydrotherapie, die auf Grundlage Sebastian Kneipps entwickelt wurde und angewendet wird. Das Wassertreten ist auch besser bekannt als Kneippen und auch die am meisten verbreitete Behandlung, die Kneipp entwickelt hatte. Die Behandlung basiert auf den kurzen Temperaturreizungen, die bei der Anwendung entstehen. Dagegen hat die Wirkung und der positive Effekt nichts mit der Länge der Anwendungen zu tun, kann bei Überreizung sogar zu Schaden führen. Wassertreten sollte also nicht übermäßig praktiziert werden und bestmöglich durch einen Arzt oder Experten beaufsichtigt werden.

Das unkomplizierte Wassertreten ist auch für Anwendungen zu Hause möglich. Generell wird eine Wanne mit leitungswasserkaltem Wasser bis zur Wadenmitte aufgefüllt. Der zu Behandelnde stellt sich in das Wasser und schreitet im Storchengang auf der Stelle, d.h.: ein Bein wird aus dem Wasser gehoben, während dessen Fuß nach unten gebeugt ist, anschließend das andere. Sehr wichtig dabei ist jedoch, dass die Beine vor dem Wassertreten aufgewärmt, sei es durch Sport, Fußübungen oder dicke Socken, sein müssen.

Für den Anfang wird nach ca. 10 bis 20 Sekunden bereits ein leichtes Schmerzgefühl eintreten und die Beine sehr kalt werden. Danach sollte man für kurze Zeit wieder aus dem Wasser treten und die Beine wieder etwas aufwärmen. Diese Zeit, nach der sich das Schmerzgefühl einstellen wird, wird sich voraussichtlich bald steigern und der Schmerz tritt schließlich erst nach 30 bis 60 Sekunden auf. Die maximale Anwendungsdauer des Wassertretens liegt jedoch bei 3 Minuten! Nach dem Wassertreten trocknet man die Beine nicht ab, sondern wischt das Wasser nur mit den Händen von den Beinen. Danach sollten ein wenig Fußgymnastik oder -übungen folgen oder man geht ein wenig auf und ab um die Beine wieder aufzuwärmen.

Durch den Wasserlauf wird das Immunsystem gestärkt, Kreislauf und Stoffwechsel angeregt und die venöse Durchblutung optimiert. Dabei werden auch die Venen gekräftigt. Wassertreten empfiehlt sich häufig für Migränepatienten oder Menschen mit Krampfadern. Leidet man allerdings oft an kalten Füßen, sollte man lieber auf das Fußbad mit steigender Temperatur wechseln.