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Meridiane

Das Wort Meridian kommt aus dem Lateinischen (curiculus meridianus bedeutet Mittagskreis), ist ein zentraler Begriff der traditionellen chinesischen Medizin und seit etwa 1.500 Jahren Bestandteil der Behandlung in der Akupunktur.

Unter Meridianen versteht man bestimmte Bahnen im Körper, die das so genannte Qi, also die innere Lebensenergie, leiten. Die Energie muss ungestört fließen können, da Störungen des Energieflusses nach Auffassung der östlichen Medizin zu Krankheiten und Unwohlsein führen. Das Qi reguliert in der traditionellen chinesischen Medizin alle Organfunktionen und kann zum Beispiel durch Akupunktur oder Akupressur an einzelnen Stellen direkt beeinflusst werden. Bei der Behandlung mit Akupunktur und Akupressur werden Punkte der Bahnen jeweils genadelt oder gedrückt und so wird direkt auf deren Energiefluss eingewirkt. Durch die Nadelstiche oder Druckausübung können auf diese Weise so genannte Energiestaus gelöst werden.

Man ordnet die Leitbahnen und deren jeweilige Organfunktionen in das System der fünf Elemente ein. Alle elf Organe werden unterschieden in 6 Yang- und 5 Yin-Organe. Anstatt dem Begriff Yang-Organe wird auch von Fu-Organen und Hohlorganen gesprochen. Diese sind unter Anderem: der Dickdarm, der Dünndarm, der Magen, die Blase und die Gallenblase. Die Yin-Organe werden auch Speicher- oder Zang-Organe genannt und zu ihnen zählen die Lunge, das Herz, die Milz, die Niere und die Leber. Beide Organgruppen sind eng miteinander verbunden und bilden Organpaare (z.B. der Dickdarm und die Lunge). Die zugehörigen Leitbahnen verlaufen spiegelbildlich auf beiden Seiten des Körpers.

Weitere Methoden zur Einflussnahme auf die Meridiane sind unter Anderen:

• Moxisbustion (Erwärmen)
• Tuina (Reiben und Massieren)
• Thought Field Therapy (Klopfen oder Pochen)

Wissenschaftlich bleibt die Existenz des Meridiansystems jedoch weiterhin umstritten.